Wie kann ich Videos mit dem Handy ohne Stativ stabilisieren?

Ich mache einen Vlog mit meinem Samsung Galaxy A55 und die Videos sind verwackelt, auch wenn ich das Telefon mit den Händen halte. Ich habe versucht, das Telefon ruhig zu halten, aber das Ergebnis ist immer noch wackelig. Gibt es eine Möglichkeit, das Video in der Nachbearbeitung mit CapCut zu stabilisieren, oder muss ich mir unbedingt einen Stabilizer kaufen?

3 Antworten

★ Beste Antwort

CapCut hat einen anständigen Stabilizer, der auch ziemlich wackelige Videos hinbekommt, und ehrlich gesagt reicht das für einen Vlog aus der Hand meistens völlig aus! Wenn du mit dem Ergebnis wirklich nicht zufrieden bist, überleg dir einen günstigen Gimbal (so etwas wie die für Smartphones ab 30 - 50 Euro), das macht wirklich einen Unterschied, aber versuch erst mal in der Nachbearbeitung, vielleicht brauchst du ihn ja gar nicht.

Die Software hilft, aber löst nicht alles, vor allem wenn das Video wirklich wackelig ist. Die Stabilisierung in der Nachbearbeitung funktioniert nur gut, wenn die Aufnahme nicht zu schlecht ist, denn Algorithmen wie die von CapCut müssen die Bewegungen „erraten" und schneiden dabei oft die Ränder des Bildes ab, um das auszugleichen. Was den größten Unterschied macht, ist das Setup während der Aufnahme: Lege dein Handy auf etwas ab (einen Rucksack, ein Buch, auch eine Flasche), oder halte es mit beiden Händen und drücke es an die Brust, um Stabilität zu erreichen. Wenn du nicht viel Geld ausgeben willst, kostet ein passiver Gimbal wie eine einfache Metallhalterung mit Saugnapf auch nur 15 - 20 Euro und wirkt Wunder. CapCut bleibt nützlich, um das Video noch zu verfeinern, aber erwarte nicht, dass es ein komplett freihändiges Video in ein flüssiges umwandelt.

Wenn deine Hände beim Filmen zittern, ist der erste Schritt technisch, deinen Griff beim Aufnehmen zu verbessern. Halte das Telefon mit beiden Händen, stütze deine Ellbogen am Körper oder auf einer Oberfläche ab, oder versuche, dich so wenig wie möglich zu bewegen. Der optische Stabilisator deines Galaxy A55 funktioniert bereits ziemlich gut, also könnte die Software dir vollkommen reichen, ohne dass du Geld ausgeben musst.

CapCut stabilisiert tatsächlich ziemlich viel in der Nachbearbeitung, aber da ist ein Detail, das viele unterschätzen: Wenn du die Stabilisierung auf zu hohe Werte stellst, wird das Video seltsam, als würde es am Bildschirm „kleben", mit flüssigen, aber unnatürlichen Bewegungen. Probier, mit einem mittleren Wert anzufangen (so etwa 50 - 60 %) und erhöhe es nur, wenn es wirklich nötig ist. Das Wichtigste ist, dass die Stabilisierung bei Videos mit langsamen Schwenks besser funktioniert als bei wildem Zittern, also vermeide wenn möglich ruckartige Bewegungen während der Aufnahme.

Wenn dich CapCut auch nicht zufriedenstellt, nachdem du es ordentlich ausprobiert hast, dann ja, ein günstiger Stabilisator (so ein drehbarer Gimbal für Smartphones, ab 30 - 50 Euro aufwärts) würde den Unterschied machen. Aber test vorher die Nachbearbeitung maximal aus: Viele Vlogger nutzen nichts Aufwendiges, oft reicht die Software völlig.

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