Das Wichtigste ist, dich nicht nach dem Kalender zu richten, sondern deine konkrete Situation mit dem Arzt zu besprechen. Ja, die ersten 30 Tage bescheinigt der Hausarzt, danach geht die Sache an die ärztliche Kommission. Aber das bedeutet nicht, dass dir automatisch eine gleich lange Verlängerung gewährt wird - die Kommission schaut auf die Diagnose, die Prognose und wie schnell du dich erholst.
Der Haken dabei ist: Wenn du einfach nicht zum Arzt kommst und zu Hause sitzt, können sie die Krankschreibung beenden oder die Verlängerung gar nicht erst ausstellen. Die Ärzte müssen sehen, wie es dir geht. Außerdem gibt es pro Jahr ein Limit für die Gesamtdauer von Krankschreibungen - das ist keine durchgehende Kette, sondern die Summe aller Erkrankungen zusammen. Wenn du also häufig krankgeschrieben wirst, können die mit der Zeit anfangen zu kontrollieren.
Wenn die Krankheit ernst ist und sich hinzieht, ist es besser, gleich ehrlich mit dem Arzt zu sprechen, welche Aussichten du hast. Manchmal dokumentiert man es von Anfang an richtig - und dann trifft die Kommission schneller eine Entscheidung.