Das eigentliche Problem ist, dass du die Oberfläche vor dem Anstreichen wirklich gut vorbereiten musst. Das Rissbilden kommt oft nicht von der Farbe selbst, sondern von schlechter Haftung zwischen Grundierung und Blei. Vor dem Primer musst du deine Figuren mit Seifenwasser reinigen, um Formenreste und Fette zu entfernen, dann komplett trocknen lassen. Danach hilft leichtes Anschleifen mit feinem Schleifpapier (so 220-400er Körnung) unglaublich gut für die Haftung. Nervt zwar, aber macht einen riesigen Unterschied.
Wenn das gut vorbereitet ist, trage deinen Primer in ganz dünnen Schichten auf, nicht in einer dicken Schicht auf einmal. Lass ihn zwischen den Schichten wirklich durchtrocknen - nicht nur ein paar Minuten. Danach ist es bei der Acrylfarbe selbst wichtig, auch nicht zu dick aufzutragen. Zwei oder drei dünne Schichten sind besser als eine dicke Schicht, die beim Trocknen reißt. Und wenn du am Ende noch einen Schutzlack aufträgst (matt oder glänzend, je nach Geschmack), versiegelt das alles und verhindert Rissbildung, wenn die Gelenke sich ein bisschen bewegen.
Was man über die Steifheit von Acryl sagt - es stimmt, dass es weniger flexibel ist als Öl, aber mit guter Vorbereitung und dünnen Schichten solltest du bei Blei, das sich bewegt, keine Probleme bekommen. Die Grundierung macht hier wirklich den Unterschied aus.