Wie reagiere ich, wenn meine Mutter ständig meine Ernährung kritisiert?

Bei jedem Besuch macht meine Mutter Kommentare über das, was ich esse. Ob ich Vegetarierin bin oder einfach Fast Food mag - es gibt immer einen Spruch. Langsam nervt mich das wirklich ab und ich weiß nicht, wie ich das ansprechen soll, ohne sie zu kränken.

3 Antworten

du kannst sie nicht vor verletzten gefühlen bewahren wenn du deine grenzen setzt, und das ist okay - mach einfach klare ansage beim nächsten besuch, sowas wie "mir ist bewusst dass du dir sorgen machst aber meine ernährung ist meine entscheidung und ich möchte nicht mehr darüber diskutieren". wenn sie trotzdem weitermacht kannst du das gespräch einfach beenden oder gehen, das klingt hart aber das bricht den kreislauf am schnellsten. funktioniert bei meiner katze genauso - konsequent bleiben und dann ignorieren hilft mehr als höfliche diskussionen.

Meine Mutter war früher auch so eine Kommentar-Macherin, bis ich ihr gesagt hab, dass das weh tut - nicht weil ich beleidigt bin, sondern weil ich mich unverstanden fühle. Manchmal hilft es echt, nicht in eine Diskussion über die Ernährung selbst einzusteigen, sondern einfach zu sagen "Hey, das Thema ist für mich abgehakt, lass uns was anderes quatschen" und dann den Fokus zu wechseln. Wenn sie weitermacht, kannst du den Besuch auch kürzer halten oder weniger oft zugleich essen - das ist kein Drama und manchmal verstehen Eltern das Thema nur, wenn sie merken, dass ihre Kommentare Konsequenzen haben.

Hast du schonmal überlegt, ob es vielleicht nicht nur um die Ernährung geht, sondern eher darum, dass sie ihre Sorge falsch ausdrückt?

Ich glaub, das Ding ist: Mütter machen solche Kommentare oft aus einer Art Kontrollbedürfnis raus, weil sie denken, dass sie noch für dich "verantwortlich" sind. Das macht es aber nicht weniger anstrengend für dich. Was die anderen schon gesagt haben ist richtig - du musst deine Grenze setzen - aber ich würde das anders verpacken. Statt sie direkt zu konfrontieren, könntest du beim nächsten Mal einfach im Moment ruhig bleiben und sagen: "Mama, ich weiß, dass dir meine Gesundheit wichtig ist, aber ich treff meine eigenen Entscheidungen bei dem Thema. Das ist für mich gerade okay so." Nicht vorwurfsvoll, sondern einfach sachlich. Und dann das Thema wechseln. Wenn sie nochmal anfängt, einfach wiederholen ohne dich da reinziehen zu lassen. Sie braucht von dir nur die Info, dass das keine Diskussion mehr ist.

Der andere wichtige Part: Sie wird sich wahrscheinlich trotzdem noch komisch fühlen, weil sie sich Sorgen macht und das ist... okay. Das ist ihr Problem, nicht deins. Manche Leute müssen erst lernen, dass erwachsene Kinder ihre eigenen Wege gehen. Das braucht Zeit. Aber wenn du weiterhin antwortest, rechtfertigst, debattierst - dann sendest du ihr das Signal, dass das Thema noch offen ist. Deshalb: klare Grenze, ruhig bleiben, nicht argumentieren. Dauert vielleicht ein paar Besuche bis sie checkt, dass das wirklich vorbei ist, aber das funktioniert meistens besser als ein großes ernstes Gespräch.

stern61 asker Ja, das macht Sinn! 🤔 Danke für die praktischen Tipps - werde das so versuchen.

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