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Bei so nem jungen Hund brauchst du vor allem Geduld und konsequentes Training von Anfang an - das Apportieren trainiert man am besten mit Dummy-Arbeit, erst auf kurze Distanzen und dann schrittweise länger, damit er versteht, dass er dir folgen soll und nicht einfach abhauen kann.

Wichtig ist auch, dass du ihn immer wieder zurückrufst und belohnst, damit der Rückruf zuverlässig sitzt, bevor ihr ins echte Gelände geht. Viele machen den Fehler, den Hund zu früh frei laufen zu lassen - halt ihn anfangs an der Leine und lass ihn erst los, wenn du sicher bist, dass er auf dich hört.

Mit nem Deutsch Kurzhaar hast du einen guten Jagdhund, aber die sind manchmal eigenständig, also brauchst du da ne ruhige Hand und regelmäßiges Training.

Wie alt ist dein Kurzhaar denn genau? 🐕 Das Wichtigste ist wirklich, dass du die Impulskontrolle trainierst, bevor du mit ernsthaftem Apportieren anfängst - also Sitz, Platz und vor allem dass er auf Pfiff zu dir kommt, egal wie spannend es um ihn herum wird.

Mit Dummies anzufangen ist absolut richtig, aber viele unterschätzen, wie wichtig es ist, den Hund auch in ablenkungsreicher Umgebung zu trainieren (nicht nur im Garten), sonst habt ihr später auf der Jagd böse Überraschungen. Ich würde auch empfehlen, ihn regelmäßig mit anderen Hunden zu trainieren, damit er merkt, dass er auch neben Artgenossen bei dir bleiben muss und nicht abdriftet 💪

claudia_fischer asker Er ist knapp drei Monate alt, haben ihn mit acht Wochen bekommen. Danke für die Tipps mit der Ablenkung, das checke ich doppelt ab.

Das Ganze funktioniert nur, wenn der Hund wirklich Spaß daran hat - manche Kurzhaar-Linien sind einfach jagdverrückter als andere, und du kannst da nicht viel erzwingen.

Was die anderen nicht erwähnt haben: achte darauf, dass du beim Apportieren-Training auch mit verschiedenen Untergründen und Wettersituationen trainierst, nicht nur im Park auf der Wiese, sonst wird dein Hund später im echten Einsatz unsicher.

Und ganz wichtig - mach regelmäßige Pausen im Training, sonst läufst du Gefahr, dass er die Lust daran verliert oder seine Gelenke leiden.

Kurzhaar sind echt tolle Hunde für die Jagd, aber zwei Monate sind noch sehr früh für ernsthaftes Apportiertraining. Mein Ansatz war immer: erst mal die Bindung aufbauen und schauen, ob der Hund überhaupt Lust auf die Arbeit hat. Das merkt man relativ schnell - wenn er von allein Zeug apportieren will, ist das ein gutes Zeichen. Wenn nicht, kannst du trainieren bis du blau wirst, es wird nix.

Was oft vergessen wird: Abruf ist absolut fundamental, bevor man mit echtem Jagdtraining anfängt. Dein Hund muss zuverlässig kommen, wenn du pfeifst oder rufst - egal ob er gerade eine interessante Fährte gefunden hat. Das trainiert man separat und immer wieder, weil Jagdinstinkt schnell stärker ist als alles andere. Dummy-Arbeit ist super, aber ich würde mit sehr kurzen Entfernungen starten und nur mit Sachen, auf die der Hund ohnehin Lust hat. Manche Hunde brauchen erst mal eine Weile, um zu verstehen, dass Bringen cool ist.

Und ehrlich: nicht zu viel auf einmal. Viele machen den Fehler, den Hund zu überfordern. Kurze Sessions, viel Lob, und wenn es nicht klappt, einfach ne Pause machen. Mit Druck erreichst du bei Jagdhunden meist das Gegenteil - sie bocken dann eher ab. Lass ihn noch ein bisschen spielen und erkunden, der Jagdtrieb sitzt ja eh schon in den Genen.

Hattet ihr vorher schon Hunde? Das wichtigste das ich gelernt habe ist, dass man die Bindung wirklich ernst nehmen muss - mein Kurzhaar war anfangs total eigenwillig und ist einfach abgehauen, weil ich zu schnell mit dem Apportieren anfangen wollte. Jetzt mache ich jeden Tag mindestens 20 Minuten lockeres Spiel mit ihm, ohne Druck, und erst wenn er freiwillig zu mir kommt und mich im Fokus hat, beginnt das echte Training.

Die Impulskontrolle vorher zu trainieren ist wirklich essentiell - Sitz, Bleib und vor allem dass er versteht, dass er nur auf mein Signal hin losrennt. Bei deinem ist es noch super früh, würd ich sagen zwei Monate sind eher die Zeit um zu sehen wie der Hund tickt, nicht um ihn schon zu drillen.

Wie intensiv trainierst du denn mit ihm aktuell - eher spielerisch oder schon strukturiert? Zwei Monate sind tatsächlich noch sehr früh, und ich würde da etwas anders vorgehen als manche vorschlagen. Die Bindung ist wirklich das A und O, aber nicht nur zum Aufwärmen - das ist die Grundlage für alles andere. Bei nem jungen Hund würde ich erst mal viel mit ihm rumtollen, damit er dich als Spielpartner und nicht als Kommandogeber wahrnimmt. Parallel dazu kannst du schon anfangen, kleine Apportierübungen einzubauen, aber echt spielerisch - einfach nen Ball oder nen Dummy werfen und schauen, ob er von sich aus Interesse zeigt. Wenn er's bringt, super, wenn nicht, kein Drama.

Zu den anderen Punkten: Impulskontrolle ist natürlich wichtig, aber die trainierst du im Alltag mit, nicht extra davor. Sitz und Platz sind hilfreich, aber manche Hunde haben davon anfangs gar keinen Bock, wenn's zu formell wird. Eher würde ich mit kurzen Sessions (max 10-15 Minuten) arbeiten und immer mit Erfolgserlebnis enden. Und ja, nicht alle Kurzhaar-Linien sind gleich jagdverrückt - manche brauchen einfach länger, um ihre Triebe rauszulassen. Hast du schon gemerkt, ob dein Hund von sich aus Jagdverhalten zeigt, oder ist das noch nicht so richtig da?

claudia_fischer asker Ja, er zeigt schon Jagdverhalten, verfolgt Vögel und kleinere Tiere. Wir traininieren bisher eher spielerisch.

Hast du mit dem Hund schon grundlegende Gehorsamskommandos trainiert, oder startest du quasi bei Null? Das ist nämlich entscheidend, weil du ohne solide Basis beim Apportieren schnell frustriert wirst.

Mit zwei Monaten bei dir würde ich ehrlich gesagt noch gar nicht ans richtige Apportiertraining denken. Der Hund muss erst mal verstehen, dass er auf dich hört und nicht einfach machen kann, was er will - besonders bei Jagdhunden, die von Natur aus impulsiv sind. Fang mit simplen Dingen an: Sitz, Platz, Fußlaufen ohne Leine im kontrollierten Umfeld. Parallel kannst du schon spielerisch mit Dummys arbeiten, aber eher als Spiel, nicht als ernsthaftes Training. Mach kurze Sessions, max 10-15 Minuten, sonst wird's langweilig für ihn und die Konzentration leidet.

Bei der Apportierarbeit selbst: Start mit kurzen Distanzen und sehr motivierenden Objekten (Dummy mit Futter-Duft oder Fell), damit der Hund wirklich Lust drauf hat. Wichtig ist, dass er von dir kommt zurück und das Teil auch abgibt - viele Hunde bringen's bis zu dir und rennen dann weg damit. Da hilft ein stabiler Rückruf und Tauschtraining (er gibt dir den Dummy, kriegt dafür was besseres). Und pass auf: nicht zu früh mit echtem Wild trainieren, sonst gewöhnt er sich Fehler an, die du später nur schwer wieder raus kriegst. Manche sagen, man sollte warten, bis der Hund körperlich ausgewachsener ist, aber das hängt vom Trainingsziel und vom Hund selbst ab.

claudia_fischer asker Ja, wir haben schon Sitz und Platz trainiert, Fußlaufen üben wir noch. Mit den Dummys fangen wir gerade spielerisch an, wie du beschreibst.

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