Wie viel Taschengeld ist für einen 15-Jährigen angemessen?

Meine Tochter ist jetzt 15 und möchte mehr Taschengeld, weil ihre Freundinnen deutlich mehr bekommen. Sie will sich damit Klamotten und Kosmetik kaufen. Ich bin mir unsicher, wie viel realistisch und fair ist - was geben andere Eltern ihren Teenagern?

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Ich würde sagen, gib ihr nicht einfach mehr, weil die anderen mehr kriegen - das führt zu nichts. Viel wichtiger ist, dass du mit ihr besprichst, wofür sie das Geld konkret braucht und ob sie auch kleine Aufgaben im Haushalt dafür übernehmen kann, um es sich zu "verdienen". Bei mir zuhause hat sich gezeigt, dass Teenager das Geld viel bewusster ausgeben, wenn sie mitbekommen haben, dass da auch ein bisschen Aufwand dahintersteckt, statt dass es einfach so kommt.

Das ist natürlich schwierig, weil jede Familie anders tickt und die finanzielle Situation unterschiedlich ist! Was ich aus Gesprächen mitbekommen habe, liegt die Spanne bei 15-Jährigen ziemlich breit - manche bekommen 20-30 Euro im Monat, andere deutlich mehr. Viel hängt davon ab, ob sie auch Aufgaben im Haushalt machen (und ob die bezahlt werden) und ob sie schon klein nebenbei jobben können. Wenn deine Tochter sich wirklich Klamotten und Kosmetik selbst kaufen soll, brauchts wahrscheinlich schon ein bisschen mehr als für pure Freizeitausgaben.

Das Wichtigste ist eigentlich, dass ihr beiden euch einig werdet - nicht, was die Freundinnen bekommen, sondern was bei euch passt! Vielleicht macht es Sinn, gemeinsam zu überlegen: Was zahlt ihr ohnehin für sie (Handy, Versicherungen etc.), und was soll sie sich selbst von ihrem Taschengeld leisten? Wenn Kosmetik und Mode wirklich aus eigenem Geld kommen sollen, dann braucht sie natürlich mehr als wenn sie nur mit Freunden ins Kino gehen will. Manche Eltern steigern das Taschengeld auch kontinuierlich mit dem Alter, statt immer gleich viel mehr zu zahlen!

Ein Tipp noch: Wenn sie unbedingt mehr will, könnte sie ja auch aktiv helfen - nicht nur Standardaufgaben, sondern extra Dinge, die gezahlt werden. Das lehrt sie auch, dass mehr Geld durch mehr Einsatz kommt, und nimmt den Druck aus dem "meine Freundinnen bekommen mehr"-Vergleich raus.

Bei der Frage nach Taschengeld musst du ehrlich gesagt weniger auf das schauen, was die Freundinnen bekommen, sondern eher auf zwei Dinge: deine finanzielle Situation und was deine Tochter damit lernen soll. Die Beträge, die du hörst, können extrem variieren - manche Eltern geben 20 Euro im Monat, andere 100+, und das sagt über richtig oder falsch nicht viel aus. Wichtiger ist, dass deine Tochter versteht, wie man mit Geld umgeht und dass es nicht unendlich ist.

Ein praktischer Ansatz: Gib ihr einen festen Betrag, von dem sie selbst entscheiden kann, was sie kauft. Wenn die Klamotten und Kosmetik aus diesem Budget kommen sollen, macht das Sinn - dann lernt sie echte Prioritäten zu setzen. Mit 15 kann man da durchaus 40-60 Euro realistisch anpeilen (je nachdem wo ihr lebt und wie euer Budget aussieht), aber auch 30 Euro können völlig ausreichend sein. Das Wichtigste ist, dass sie weiß: Das ist die Menge, die es gibt. So ein Limit zwingt dich nicht nur zu weniger Diskussionen über einzelne Wünsche, sondern bringt ihr auch wirklich was bei.

Falls du merkst, dass sie sich damit wirklich überhaupt nicht bewegen kann - zum Beispiel weil in der Schule alle regelmäßig in Cafés sitzen oder Freizeitaktivitäten kosten - könntest du auch überlegen, ob es Sinn macht, bestimmte Dinge wie Kleidung für die Schule oder Freizeitkosten weiterhin separat zu zahlen, während das Taschengeld nur für „Luxus" ist. Das nimmt auch den Druck, mit den Freundinnen mithalten zu müssen.

Gängig sind so um die 40 - 60 Euro monatlich für das Alter, wobei das wirklich stark vom Einzelfall abhängt. Der zweite Antwortende hat recht - es bringt nichts, sich an den Freundinnen zu orientieren, wenn die vielleicht von reichen Eltern bekommen oder ihre Eltern anders sparen. Wichtiger wäre, mit deiner Tochter zu klären, was sie wirklich braucht und wofür (Klamotten jeden Monat? Nur Kosmetik? Sparen auf etwas Größeres?), und dann zu schauen, was für euch passt. Wenn sie merklich mehr will, könnte auch ein Nebenjob interessant sein - so lernt sie, wofür die Kohle steht.

Meine Erfahrung ist, dass man weniger auf die Freundinnen schauen sollte und stattdessen klären, ob deine Tochter bereits kleinere Aufgaben im Haushalt übernimmt - das macht einen großen Unterschied beim Thema Taschengelderhöhung aus. Wenn sie selbst mitarbeitet, lässt sich eine Steigerung besser begründen, und sie lernt gleichzeitig, dass Geld mit Verantwortung verbunden ist.

Konkret würde ich mit ihr absprechen, was sie wirklich monatlich braucht. Nicht, was die anderen kriegen, sondern: Wie viele Klamotten kauft sie tatsächlich? Wie oft Kosmetik? Dann habt ihr eine realistische Zahl. Oft stellt sich dabei heraus, dass die Freundinnen gar nicht wirklich so viel ausgeben, wie es klingt - oder dass deren Eltern gezielt für bestimmte Dinge (Kleidung, Kosmetik) separat bezahlen, statt es alles über Taschengeld zu laufen. Das ist auch eine Option: Bei größeren Ausgaben könntet ihr euch auf eine gemeinsame Regelung einigen, statt einfach die Grundsumme hochzuschrauben.

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