Bei der Frage nach Taschengeld musst du ehrlich gesagt weniger auf das schauen, was die Freundinnen bekommen, sondern eher auf zwei Dinge: deine finanzielle Situation und was deine Tochter damit lernen soll. Die Beträge, die du hörst, können extrem variieren - manche Eltern geben 20 Euro im Monat, andere 100+, und das sagt über richtig oder falsch nicht viel aus. Wichtiger ist, dass deine Tochter versteht, wie man mit Geld umgeht und dass es nicht unendlich ist.
Ein praktischer Ansatz: Gib ihr einen festen Betrag, von dem sie selbst entscheiden kann, was sie kauft. Wenn die Klamotten und Kosmetik aus diesem Budget kommen sollen, macht das Sinn - dann lernt sie echte Prioritäten zu setzen. Mit 15 kann man da durchaus 40-60 Euro realistisch anpeilen (je nachdem wo ihr lebt und wie euer Budget aussieht), aber auch 30 Euro können völlig ausreichend sein. Das Wichtigste ist, dass sie weiß: Das ist die Menge, die es gibt. So ein Limit zwingt dich nicht nur zu weniger Diskussionen über einzelne Wünsche, sondern bringt ihr auch wirklich was bei.
Falls du merkst, dass sie sich damit wirklich überhaupt nicht bewegen kann - zum Beispiel weil in der Schule alle regelmäßig in Cafés sitzen oder Freizeitaktivitäten kosten - könntest du auch überlegen, ob es Sinn macht, bestimmte Dinge wie Kleidung für die Schule oder Freizeitkosten weiterhin separat zu zahlen, während das Taschengeld nur für „Luxus" ist. Das nimmt auch den Druck, mit den Freundinnen mithalten zu müssen.