Wie wählt man den richtigen Kabelquerschnitt für die Hausinstallation in einer Wohnung aus?

Ich möchte verstehen, welches Kabel man für verschiedene Stromkreise verwenden sollte. Ich habe gehört, dass man für Steckdosen einen bestimmten Querschnitt braucht, für die Beleuchtung einen anderen und für den Herd wieder einen anderen. Wie rechnet man das richtig aus, damit man keinen Fehler macht?

6 Antworten

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Hier stimmt alles in den Grundzügen, aber ich möchte aus meiner Erfahrung präzisieren: für Steckdosen ist tatsächlich 2,5 mm² der Standard, aber bei der Beleuchtung kann man oft 1,5er nehmen, allerdings wenn im Zimmer viele Leuchtstellen sind oder die Lampe sehr kräftig, dann besser nicht sparen und auch 2,5 nehmen.

Die Hauptregel ist, auf die Nennstromstärke des Schalters im Schaltschrank zu achten: wenn dort 16A angebracht ist, dann muss das Kabel genau diesen Strom ohne Überhitzung aushalten, deswegen besser ein Querschnitt mit Reserve wählen.

Für den Herd, Ofen und den elektrischen Kessel brauchst du eine separate Leitung mit 4 - 6 mm², je nach Leistung - da musst du wirklich nicht sparen. Wenn in der Wohnung das Stromnetz alt ist und der Schaltschrank überlastet, macht es Sinn, einen Elektriker zu rufen, damit er abschätzt, was überhaupt ohne Probleme angeschlossen werden kann.

Als ich die Elektrik in meinem Haus gemacht habe, bin ich nach einer einfachen Regel vorgegangen: Steckdosen kriegen normalerweise 2,5 Quadratmillimeter (maximal 16A), für die Beleuchtung reicht 1,5 Quadratmillimeter aus, und für starke Verbraucher wie einen Elektroherd brauchst du eine separate Gruppe mit 6 Quadratmillimetern oder mehr, je nach Leistung.

Das Wichtigste ist, den maximalen Strom für jede Gruppe zu berechnen und dann nach einer Tabelle den richtigen Querschnitt auszuwählen, sonst gibt's hinterher Probleme.

Und stell auf jeden Fall die richtigen Schutzschalter für jedes Kabel ein.

Bei der Planung meines Stromnetzes zu Hause habe ich das Kabel nicht nur nach Leistung gewählt, sondern auch nach der Leitungslänge - je weiter vom Verteiler entfernt, desto größer ist der Spannungsabfall, und manchmal musste ich einen größeren Querschnitt nehmen, als nötig schien.

Tipp: Nimm einen Grundriss der Wohnung, markiere die Abstände vom Verteiler zu jeder Steckdosengruppe/Leuchte und wähle den Querschnitt mit etwas Reserve - das erspart dir Flackern der Lampen oder Überhitzung der Leitungen nach ein paar Jahren.

Welcher Strom brauchst du für deine Steckdosen - 16 Ampere oder mehr?

Die Grundregel ist einfach: du rechnest nach dem maximalen Strom in der Leitung und wählst dann den Querschnitt aus. Für normale Steckdosen in einem Wohnhaus nimmt man standardmäßig 2,5 mm² für einen 16-A-Schutzschalter - das funktioniert in der überwiegenden Mehrheit der Fälle. Für Beleuchtung reichen tatsächlich 1,5 mm² (10-A-Schutzschalter). Aber für den Elektroherd, den Backofen, einen starken Heizstrahler muss man schon nach ihrer realen Leistung rechnen - oft sind das 4 - 6 mm² je nach Küchenausstattung.

Ein Punkt, auf den ich hinweisen will: Der Kabelquerschnitt beeinflusst nicht nur, ob er den Strom aushält, sondern auch den Spannungsfall auf langen Leitungen. Wenn du eine lange Leitung vom Verteilerkasten bis zum Ende des Flurs hast, dann lohnt sich manchmal auch bei kleinerem Strom, den Querschnitt um eine Stufe zu erhöhen. Das fällt mehr auf langen Strecken auf - wenn vom Hauptverteiler aus das Kabel 5 - 6 Meter und weiter geht. Aber in einer Standard-Wohnung macht man sich da normalerweise keine Gedanken, nimmt dieselben 2,5 mm und ist zufrieden.

Das Wichtigste - spar nicht beim Querschnitt, weil du denkst, dass in der Wohnung nie starke Geräte stehen werden. Wenn du jetzt wenig Elektrogeräte hast, willst du morgen vielleicht eine Klimaanlage oder einen zweiten Kühlschrank. Besser eine kleine Reserve nehmen, als nachher alles umzubauen.

Das Wichtigste ist, nach der maximalen gleichzeitigen Last zu rechnen, nicht nach der Nennstromstärke des Schutzschalters. Ich habe mal einen Elektroherd in meiner Wohnung angeschlossen und bin darauf gestoßen, dass mein Nachbar eine Etage tiefer sich über flackerndes Licht beschwert hat, wenn ich den Backofen zusammen mit den Kochfeldern eingeschaltet habe - es stellte sich heraus, dass die Leitung für einen kleineren Strom ausgelegt war, als nötig war. Am Ende musste ich das Kabel auf einen größeren Querschnitt umbauen.

Aus der Praxis: Für normale Steckdosen reichen wirklich 2,5 mm² aus, für die Beleuchtung meist 1,5 mm², aber wenn ein Zimmer größer ist und mehrere Kronleuchter und Leuchten hat, sollte man kein Risiko eingehen und 2,5 mm² nehmen. Für starke Geräte (Herd, Kessel, Klimaanlage) muss man ihre Nennleistung rechnen, durch die Spannung teilen und auf Nummer sicher gehen - oft sind 4 - 6 mm² oder mehr erforderlich. Und ja, es macht Sinn, die Entfernung vom Schaltkasten zu berücksichtigen, wie schon oben erwähnt - entfernte Steckdosen auf einer langen Leitung haben einen größeren Spannungsfall.

Die zuverlässigste Methode ist, nicht nach Standard-Empfehlungen zu rechnen, sondern nach der tatsächlichen Leistung der Geräte, die du gleichzeitig einschalten wirst. Nimm die Summe der Watt, teile sie durch die Spannung (normalerweise 220V) und du erhältst den Strom in Ampere - danach richtest du dann den Querschnitt aus.

Die vorherigen Antworten haben die Standardwerte richtig genannt (2,5 mm² für Steckdosen, 1,5 mm² für Beleuchtung), aber sie funktionieren nur, wenn du wirklich nicht planst, mehrere leistungsstarke Geräte gleichzeitig an einer Steckdosengruppe anzuschließen. Wenn zum Beispiel in einem Zimmer eine Mikrowelle, ein Wassertank und ein Wasserkocher an einer Leitung hängen, können 2,5 nicht ausreichen - das habe ich mehr als einmal überprüft, wenn ich bei mir zu Hause die Elektroinstallation erneuert habe.

Auch die Anmerkung zur Leitungslänge ist richtig - auf langen Strecken fällt die Spannung tatsächlich ab, aber in einer Wohnung ist das selten kritisch. Aber für einen Elektroherd (wenn es sich um einen echten Herd mit 230V handelt und nicht um eine tragbare Elektro-Feldküche) brauchst du auf jeden Fall eine separate dicke Leitung vom Verteiler, mindestens 6 mm² oder sogar 10 mm².

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