Das Wichtigste ist, dass du diese Träume nicht überbewerten solltest - dein Gehirn verarbeitet einfach alte Routinen und Stressmuster, die über Jahre hinweg eingebrannt waren. Das ist völlig normal und hat nicht unbedingt damit zu tun, dass du das Verarbeiten nicht schaffst. Unser Hirn speichert solche wiederkehrenden Situationen ab wie ein Default-Programm, und besonders wenn der Job stressig war, können diese Träume hartnäckig bleiben, selbst wenn du emotional längst über diesen Job hinwegbist.
Der Grund liegt daran, dass dein Unterbewusstsein diese Stresserlebnisse immer noch abruft, um dich sozusagen auf zukünftige ähnliche Situationen vorzubereiten. Das ist evolutionär bedingt - dein Körper hat gelernt, dass dieser Job Stress bedeutet, und erinnert dich daran. Dass dir der Job nicht fehlt, ändert daran nichts. Mit der Zeit sollten diese Träume weniger werden, aber zwei Jahre sind eigentlich gar nicht so lange für so tiefe Programmierung. Es kann auch sein, dass du aktuell in deinem neuen Job neue Stressoren hast, die ähnliche Muster triggern - manchmal vermengt das Gehirn auch alte und neue Angsträume.
Was ich dir empfehlen würde: versuche, den neuen Job so anders wie möglich zu gestalten. Unterschiedliche Routinen, andere Pausen-Gewohnheiten, vielleicht sogar räumlich anders arbeiten - das hilft deinem Gehirn zu verstehen, dass jetzt was anderes normal ist. Und wenn die Träume dich wirklich belastern, kann es helfen, sie nicht so ernst zu nehmen und einfach weiterzumachen. Die meisten Leute berichten, dass das nach ner Weile von allein nachlässt, wenn man nicht zu viel Energie darauf verwendet.