Wie kann ich unterscheiden, ob ich Sozialangststörung habe oder nur schüchtern bin?

Ich vermeide seit Jahren soziale Situationen und weiß nicht, ob ich von Natur aus introvertiert bin oder ob ich ein echtes Problem habe. Bei der Arbeit fällt es mir furchtbar schwer, in Meetings zu sprechen, und wenn ich zu einem Essen mit Leuten gehe, die ich nicht gut kenne, werde ich nervös, mir zittern die Hände. Gibt es eine Möglichkeit, zwischen Schüchternheit und sozialer Angststörung zu unterscheiden?

3 Antworten

Der Schlüsselunterschied ist, dass Schüchternheit grundsätzlich eine Art zu sein ist, während Sozialangst dich daran hindert, Dinge zu tun, die du wirklich tun möchtest, und dir erhebliches Leid verursacht. Wenn du seit Jahren Situationen meidest, dir die Hände zittern, und das dich in der Arbeit oder im sozialen Leben einschränkt, ist es wahrscheinlich mehr als nur Schüchternheit! Was du beschreibst - die körperlichen Symptome, die ständige Vermeidung - klingt nach etwas, das es wert ist, mit einem Fachmann zu besprechen, denn es gibt Behandlungen, die wirklich funktionieren, und du musst nicht weiterhin so sehr darunter leiden. Schüchternheit ist nur deine Art zu sein, aber Sozialangst ist ein Problem, an dem man arbeiten kann.

Der Unterschied ist, ob das dich wirklich einschränkt - wie wenn du in der Besprechung sprechen möchtest, aber dein Herz so wild klopft, dass du nicht kannst, oder ob du einfach lieber still bleibst und fertig. Schüchternheit ist eher so „uh, mir ist das peinlich", aber du machst trotzdem weiter; Sozialangst ist, wenn die Angst dich lahmlegt und du am Ende Dinge vermeidest, die du eigentlich gerne machen möchtest.

Das Entscheidende ist, ob diese Situationen dein Leben einschränken oder ob du sie einfach vermeidest und gut ist. Wenn du in Treffen nicht sprichst, aber gerne würdest und das dich belastet, oder wenn körperliche Symptome (zitternde Hände, schneller Herzschlag) auch dann auftreten, wenn du weißt, dass es keine echte Gefahr gibt, dann ist es wahrscheinlicher Sozialangst und nicht nur Schüchternheit. Schüchternheit ist so... du bist eher zurückhaltend und brauchst mehr Zeit, um dich zu öffnen, punkt. Angst ist, wenn das, was du gerne tun möchtest, dir so viel Angst macht, dass dein Körper in Panik verfällt und du fast alles andere bevorzugst, bevor du da durch gehst. Ein Psychologe könnte dir helfen zu sehen, ob es sich um chronische Vermeidungsmuster handelt oder ob es wirklich deinen Alltag beeinflusst.

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