Das ist kein Zufall. Eine Freundin von mir hatte eine ähnliche Situation - sie arbeitete im Schichtdienst, schlief unregelmäßig, und bemerkte, dass das Gewicht auch bei gleicher Ernährung nach oben ging. Dann brachte sie ihren Schlafrhythmus in Ordnung, begann normal zu schlafen, und die Situation änderte sich. Es stellte sich heraus, dass Schlafmangel den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt wirklich durcheinanderbringt. Wenn du wenig schläfst, steigt das Kortisol - das Stresshormon, das den Körper dazu bringt, Energie zu speichern und Fett einzulagern. Dazu kommt, dass die Regulation von Leptin und Ghrelin leidet, also der Hormone, die für das Sättigungs- und Hungergefühl zuständig sind. Am Ende isst man mehr und verarbeitet Kalorien schlechter, ohne das vielleicht selbst zu bemerken.
Deine Beobachtung ist völlig berechtigt. Wenn du 5 - 6 Stunden schläfst, kann sich der Körper nicht erholen, bleibt im Stress, und der Stoffwechsel verlangsamt sich. Außerdem greifst du öfter zu schnellen Kohlenhydraten und Kaffee, um die Müdigkeit auszugleichen - das trägt auch seinen Teil bei. Und wenn du normal ausschläfst (etwa 7 - 9 Stunden), normalisiert sich der Hormonhaushalt, der Stoffwechsel beschleunigt sich, und das Gewicht reguliert sich von selbst, auch ohne Ernährungsumstellung.
Wenn du abnehmen oder dein Gewicht halten möchtest, ist Schlaf kein Luxus, sondern ein notwendiger Teil der Gesundheit, genauso wie Ernährung und Bewegung. Vielleicht solltest du deinen Arbeitsplan überdenken oder zumindest den Zeitplan so gestalten, dass du am Wochenende ausschlafen kannst?