Hängeregale sind eine großartige Option, aber ihre Fläche ist begrenzt, also helfen sie eher, den bestehenden Speicher zu erweitern, als das Problem insgesamt zu lösen. Eingebaute Schränke erfordern auch Renovierungen und Umbauten an den Wänden, was in einer Mietwohnung nicht immer möglich ist. Aber es gibt einen praktischen Trick, den viele übersehen: Nutze den vertikalen Raum über den Türöffnungen. Dort gibt es fast überall eine ungenutzte Zone von anderthalb bis zwei Metern Höhe - dort passen Regale mit weniger oft gelesenen Büchern hin, man muss sie ja sowieso selten holen.
Außerdem überleg dir den Platz unter dem Bett oder Sofa. Es gibt spezielle niedrige Kommoden auf Rollen oder flache Behälter, die da reinpassen - Bücher liegen darin horizontal, nehmen optisch nicht viel Platz weg, und wenn nötig, lässt sich der Behälter leicht herausziehen. Alte Fensterausschnitte, wenn es eine Fensterbank gibt, werden oft auch zu Regalen umgebaut, das bietet eine ganz ordentliche Lagerlänge.
Aber ehrlich gesagt: Solltest du nicht mal durchrechnen, wie viele Bücher ihr wirklich wieder lest? Selbst eingefleischte Leser halten normalerweise nur 20 - 30 % des Gesamtbestands in regelmäßiger Reichweite, der Rest ist Sicherung. Wenn schon die Hälfte des Zimmers belegt ist, vielleicht einen Teil digitalisieren oder verschenken? Das würde nicht nur Platz für das Leben freisetzen, sondern auch die Suche nach dem richtigen Buch vereinfachen.