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Die halbe Zimmer für ein Regal - das ist natürlich radikal. Aber bevor man neue Plätze sucht, sollte man sich fragen, ob man alle diese Bücher wirklich braucht. Ein halber Kilometer - das ist viel, und einen Teil kann man bestimmt verschenken, verkaufen oder einfach wegwerfen. Papierbücher nehmen riesigen Platz ein bei minimalem Informationsgehalt. Nur das wirklich Nötige oder Liebste zu behalten - das spart eine Menge Raum.

Falls man einige Bücher trotzdem behalten muss, macht es Sinn, die Vertikale klug zu nutzen. Hängeregale über Türen, entlang schmaler Wände, über dem Schreibtisch - das bringt etwas, aber kein Wunder. Eingebaute Schränke erfordern Renovierung, das ist zeitaufwendig und teuer. Aber Regale in Ecken, besonders Eckmodelle, nehmen weniger Platz weg als ein Rechteck in der Mitte des Zimmers. Der Raum unter der Decke funktioniert auch - wenn die Höhe es erlaubt, ein schmales Regal direkt unter der Decke hält Bücher gut, die man selten rausholt.

Ehrlich gesagt, die Hauptlösung ist nicht neue Möbel, sondern eine ehrliche Durchsicht der Sammlung. Wenn man die Hälfte behält, wird die ganze Frage der Unterbringung viel einfacher. Der Rest lässt sich ohne Beeinträchtigung des Lebens im Zimmer leicht unterbringen.

Hängeregale sind eine großartige Option, aber ihre Fläche ist begrenzt, also helfen sie eher, den bestehenden Speicher zu erweitern, als das Problem insgesamt zu lösen. Eingebaute Schränke erfordern auch Renovierungen und Umbauten an den Wänden, was in einer Mietwohnung nicht immer möglich ist. Aber es gibt einen praktischen Trick, den viele übersehen: Nutze den vertikalen Raum über den Türöffnungen. Dort gibt es fast überall eine ungenutzte Zone von anderthalb bis zwei Metern Höhe - dort passen Regale mit weniger oft gelesenen Büchern hin, man muss sie ja sowieso selten holen.

Außerdem überleg dir den Platz unter dem Bett oder Sofa. Es gibt spezielle niedrige Kommoden auf Rollen oder flache Behälter, die da reinpassen - Bücher liegen darin horizontal, nehmen optisch nicht viel Platz weg, und wenn nötig, lässt sich der Behälter leicht herausziehen. Alte Fensterausschnitte, wenn es eine Fensterbank gibt, werden oft auch zu Regalen umgebaut, das bietet eine ganz ordentliche Lagerlänge.

Aber ehrlich gesagt: Solltest du nicht mal durchrechnen, wie viele Bücher ihr wirklich wieder lest? Selbst eingefleischte Leser halten normalerweise nur 20 - 30 % des Gesamtbestands in regelmäßiger Reichweite, der Rest ist Sicherung. Wenn schon die Hälfte des Zimmers belegt ist, vielleicht einen Teil digitalisieren oder verschenken? Das würde nicht nur Platz für das Leben freisetzen, sondern auch die Suche nach dem richtigen Buch vereinfachen.

leonid.sokolov asker Ich habe schon nachgezählt - die Hälfte werde ich nicht anfassen, das sind Klassiker und Nachschlagewerke. Aber die Idee mit den Behältern unter dem Bett ist gut, ich werde mich darum kümmern. Danke für den Tipp mit den Türöffnungen.

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