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Fotografiere zunächst den Zaun, dokumentiere die Verschiebung, und wenn vorhanden, alte Fotos des Grundstücks oder einen Flächennutzungsplan. Danach gehst du zur Bezirksverwaltung und reichst eine Beschwerde wegen rechtswidrigen Landraubs ein und forderst eine Vermessung der Grundstücksgrenzen an - das wird offiziell klären, wer recht hat. Parallel macht es Sinn, dem Nachbarn über einen Notar ein schriftliches Rückgabeverlangen zuzustellen, sonst musst du vor Gericht gehen. Vor Gericht brauchst du dann alle deine Fotos, deine Grundstücksdokumente und die Vermessungsergebnisse.

Hast du einen Plan deines Grundstücks aus dem Eigentumsnachweis oder einen Katasterplan? Das ist das Wichtigste, denn ohne dokumentarischen Nachweis der Grenzen werden alle Fotos und Beschwerden ins Leere laufen.

Ich stimme zu, dass man fotografieren sollte, aber das ist nur eine Hilfe. Wirklich retten tut dich der Katasterpass oder ein Auszug aus dem EGRN - dort sind die Koordinaten deines Grundstücks klar angegeben. Wenn der Plan damit übereinstimmt, wo der Zaun ursprünglich stand, dann hast du einen Trumpf in der Hand. Du gehst mit diesem Dokument zur Verwaltung und reichst eine Beschwerde über eigenmächtige Landnahme ein, und sie müssen eine Überprüfung durchführen. Sie können den Nachbarn sogar zu administrativer Verantwortung heranziehen.

Hier ist die Tücke: Wenn dein Grundstück nie offiziell vermessen worden ist und der Zaun einfach »so dagestanden hat« viele Jahre lang, dann ist es schwerer, die genauen Grenzen nachzuweisen. In diesem Fall kann eine Vermessung auf deine Kosten erforderlich sein - das kostet Geld und Zeit. Aber auch das ist besser, als still und leise zwei Meter Land zu verlieren.

margarita_voditel asker Danke, sehr hilfreich. Ja, ich habe einen Katasterplan - ich werde die Koordinaten überprüfen und damit zur Verwaltung gehen.

Ohne Katasterplan oder Auszug aus dem Grundbuch kannst du die Verletzung nicht nachweisen - das ist wirklich die Grundlage. Aber parallel musst du das Geschehene dokumentieren: Fotos des Zauns in seiner jetzigen Position, alte Aufnahmen des Grundstücks, falls vorhanden, Aussagen der Nachbarn. Dann schreibst du eine Beschwerde an die Bezirksverwaltung - sie ist verpflichtet, eine Überprüfung durchzuführen und bei Bedarf Katasteringenieure hinzuzuziehen. Ich kenne Bekannte, die auf etwas Ähnliches gestoßen sind - der Nachbar hat den Zaun verschoben und angefangen zu graben. Sie hatten anfangs Angst, dass es schwierig zu beweisen wäre, aber es stellte sich heraus, dass der Katasterplan plus Foto mit Datum ausreichend waren - und die Verwaltung erließ eine Anordnung, den Zaun an seinen Platz zurückzubringen.

Das Katasterplan ist ja kritisch, aber vergess nicht die Grenzvermesung, wenn die Grenzen rechtlich nie geklärt wurden. Manchmal stellt sich heraus, dass zwischen den Dokumenten und der Realität Unterschiede bestehen, und dann wird der Streit noch komplizierter. Bevor du bei der Gemeinde eine Beschwerde einreichst, lohnt es sich, einen Katastervermesser mit einer Grenzprüfung des Grundstücks zu beauftragen - das kostet Geld, aber danach hast du ein offizielles Protokoll, das niemand mehr anfechten kann. Falls der Nachbar wirklich dein Land usurpiert hat, ist dieses Dokument beim Gespräch und vor Gericht Gold wert.

Die Vermessung des Grundstücks wird normalerweise von Katastervermessern durchgeführt, und das ist wirklich der erste Schritt - vor allen Beschwerden. Wenn ihr keinen aktuellen Plan habt, was wollt ihr dann der Verwaltung zeigen? Der Nachbar sagt „ich dachte, der Zaun steht hier", und schon ist die Sache blockiert. Ihr beauftragt die Vermessung (der Spezialist kommt vorbei, ermittelt die realen Grenzen), erhaltet ein Protokoll - das ist dann ein wasserdichtes Dokument für Ansprüche und vor Gericht. Parallel könnt ihr natürlich aus verschiedenen Winkeln fotografieren und Gespräche aufnehmen, wenn es klappt, aber die dokumentarische Grenzenermittlung - das wird euch den Ausschlag geben.

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