Ich habe das schon ein paar Mal bei Leuten, die ich kenne, erlebt, und meistens läuft es auf das hinaus, was im eigentlichen Mietvertrag steht. Wenn dein Mietvertrag keine Klausel für Mieterhöhungen während der Laufzeit enthält, kann dein Vermieter die Miete erst im März 2027 bei der Verlängerung erhöhen. Der Mietvertrag ist ein verbindlicher Vertrag - beide Parteien haben sich auf diese Bedingungen geeinigt, und Inflation ist kein rechtlicher Grund, diese Vereinbarung während der Laufzeit zu brechen. Dein Vermieter versucht im Grunde, neu zu verhandeln, ohne deine Zustimmung - und so funktioniert das nicht.
Aber hier kommt der wichtige Punkt, und da passieren Leuten manchmal Fehler: geh nicht einfach davon aus, dass der Mietvertrag das verbietet. Hol dir das Dokument und lies es sorgfältig durch. Manche Mietverträge haben Eskalationsklauseln, die jährliche oder mehrjährliche Erhöhungen erlauben, und die könnten da versteckt sein in Formulierungen wie „jährliche Anpassung" oder „Lebenshaltungskostenerhöhung". Wenn dein Mietvertrag so etwas hat, könnte dein Vermieter tatsächlich eine rechtliche Grundlage haben. Alternativ dazu haben ein paar Bundesländer und Gemeinden seltsame Regeln, was einen gültigen Mietvertragszeitraum ausmacht - daher ist es wichtig, deine Bundes- oder Ortsgesetze zu kennen. Allerdings erlauben die meisten Standard-Wohnmietverträge das nicht, und wenn dein Vertrag keine ausdrückliche Regelung dafür enthält, bist du bis zur Verlängerung geschützt.
Falls der Brief nicht auf tatsächliche Mietvertragstexte verweist, antworte schriftlich (halte es einfach) und teile mit, dass die Miete bis März 2027 gemäß den Mietvertragsbedingungen festgelegt ist. Geh auf nichts ein und bestätige die Erhöhung nicht. Falls dein Vermieter weiterhin Druck ausübt, solltest du dir die spezifischen Mieterschutzgesetze deiner Region ansehen, denn in manchen Gegenden gibt es zusätzliche Regeln, gegen die dein Vermieter verstoßen könnte.