Es gibt keinen direkten Schaden für die Nieren durch Mittagsschlaf, aber die Verwirrung durch verschiedene Ratschläge entsteht, weil Menschen über unterschiedliche Dinge sprechen. Manche hilft ein kurzer Mittagsschlaf von 20 bis 30 Minuten, anderen schadet langer Schlaf, weil er den nächtlichen Rhythmus stört oder ein Gesundheitsproblem verschleiert. Wenn du nachts 8 bis 9 Stunden schläfst und dann noch 2 bis 3 Stunden tagsüber, ist das kein direktes Nierenproblem, sondern ein Signal, dass entweder mit deinem Nachtschlaf etwas nicht stimmt, oder dein Körper Aufmerksamkeit braucht.
Das habe ich aus meiner Erfahrung beobachtet: Mittagsschlaf wird nicht an sich zum Problem, sondern als Folge. Ständige Tagesschläfrigkeit bei normalem Nachtschlaf kann ein Zeichen für Schlafapnoe, Anämie, Blutdruckprobleme oder denselben Nährstoffmangel sein - und das kann den Nieren schaden. Wenn du einfach manchmal nach dem Mittagessen eine Stunde schläfst und dich normal fühlst, ist das eher eine Selbstfürsorge deines Körpers.
Praktischer Tipp: Versuche, zwei Wochen lang ein Tagebuch zu führen - wann du tagsüber schläfst, wie lange, wie du dich abends und nachts fühlst. Wenn sich herausstellt, dass du nachts normal schläfst, tagsüber nicht zusammenbrichst und einfach manchmal ruhst - mit den Nieren ist alles in Ordnung. Wenn aber die Tagesschläfrigkeit hartnäckig ist, macht es Sinn, zum Arzt zu gehen, nicht weil die Nieren sicher in Gefahr sind, sondern um herauszufinden, was sie verursacht.