Kann man einen Fitnessstudio-Vertrag online kündigen, wenn sie die Kartenzahlung nicht stornieren?

Ich habe 2025 einen Jahresvertrag mit einem Fitnessstudio abgeschlossen und bin dann nicht mehr hingegangen. Ich habe ihnen per E-Mail geschrieben, dass ich den Vertrag kündigen möchte, aber sie nehmen weiterhin Geld von meiner Karte ab. Sie sagen, dass das per E-Mail versendete Schreiben keine offizielle Kündigung darstellt. Welche Rechte habe ich?

3 Antworten

★ Beste Antwort

Ich bin in einer ähnlichen Situation gestanden - eine Freundin hat einen Monat lang den Support mit normalen Mails bombardiert, und sie haben alles ignoriert, bis sie ihre Karte bei der Bank blockiert hat und gleichzeitig einen Einschreiben-Brief mit Inhaltsbeschreibung direkt ins Büro des Clubs geschickt hat. Danach haben sie sich plötzlich geeinigt. Das Wichtigste ist, deine Handlungen dokumentarisch festzuhalten: Einschreiben-Brief, Screenshots der Korrespondenz in deinem Kundenkonto (falls vorhanden) mit Daten, Ausdrucke von der Bank über die illegalen Abbuchungen. Gleichzeitig reiche bei deiner Bank eine Beschwerde über nicht autorisierte Zahlungen ein - das funktioniert oft schneller als Verhandlungen mit dem Club.

Fordere eine dokumentarisch bestätigte Benachrichtigung - ein beglaubigtes Schreiben mit Empfangsbestätigung oder ein Brief über das Kundenkonto des Clubs (falls vorhanden), in dem das Absende- und Lesedatum festgehalten wird. Wenn der Club weiterhin Geld abzieht, nachdem er eine solche Benachrichtigung erhalten hat, ist das rechtswidrige Forderung, und du kannst die Rückerstattung der Gelder über deine Bank verlangen (die Zahlungen als unbefugt anfechten) oder vor Gericht. Überprüfe den Vertrag - dort sind normalerweise die Kündigungsmöglichkeiten festgehalten; wenn dort steht, dass ein Brief per Post offiziell ist, muss der Club den Vertrag erfüllen, und du hast allen Grund für eine Beschwerde.

Fordere einen Kontoauszug an und reiche eine schriftliche Beschwerde ein - über das Kundencenter des Clubs, falls vorhanden, oder per Einschreiben mit Rückschein. Gib in der Beschwerde exakte Daten und Beträge der Abbuchungen an, fordere die Vertragsauflösung und Rückerstattung der Überzahlung. Speichere alle Screenshots der Korrespondenz - das sind Belege dafür, dass du sie über deinen Wunsch zur Vertragsauflösung benachrichtigt hast.

Wenn sie danach trotzdem weiter Geld abheben, ist das nicht mehr ihre Nachlässigkeit, sondern ein Verstoß gegen das Verbraucherschutzgesetz. Dann kannst du dich an die Verbraucherschutzbehörde wenden oder vor Gericht klagen. Das Gericht wird auf deiner Seite sein, wenn klar ist, dass du versucht hast, die Sache anständig zu regeln, und sie ignoriert haben. Außerdem kann es in solchen Fällen eine Entschädigung für dich geben.

Das Wichtigste - alles muss schriftlich und mit Datum sein. Mündliche Abmachungen werden sie einfach leugnen, und genauso normale Post. Regel alles korrekt von Anfang an, dann hast du in jedem Gespräch mit ihnen ein sicheres Fundament.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.