Vertrau auf keinen Fall nur auf das Lächeln des Verkäufers und die Fotos, die er schickt - Fernkauf ist ohnehin schon riskant, also die Papiere zu prüfen ist nicht verhandelbar. Bevor du überhaupt ans Überweisen denkst, musst du wissen, ob der Wagen Schulden hat (Pfandrecht oder nicht zurückgezahlter Kredit), ob er aus einem schweren Schadensfall kommt oder ob er einfach aus den Augen der deutschen Behörden verschwunden ist. Fordere einen vollständigen Bericht beim Kraftfahrt-Bundesamt an, das ist das deutsche Bundesregister und dein bester Freund da. Überprüf auch die Versicherungsdaten - in Deutschland gibt es das und es kostet was, aber es lohnt sich wirklich.
Jetzt das, das niemand je erwähnt: Bevor du irgendetwas unterschreibst, kontaktiere direkt das belgische Zulassungszentrum (SPF Mobilität), um zu klären, ob ein deutscher Golf 7 ihre Abgasnormen erfüllt, ohne dass du ihn umbauen musst. Bei manchen Jahrgängen, manchen Motoren brauchst du eine Homologation, die ein Vermögen kostet oder ist einfach unmöglich. Ich kenne jemanden, die bei einem ähnlichen Deal zugelangt hat und sich mit einem Auto wiedergefunden hat, das sie nicht legal anmelden konnte, festgefahren in Frankreich. Also wirklich, ruf vorher an, nicht nachher.
Und dann noch ein praktischer Rat: Lass den Wagen vor dem Kauf von einem unabhängigen Mechaniker vor Ort in Deutschland inspizieren, nicht nach der Lieferung. Ja, das kostet ein paar Euro, aber das ist nichts im Vergleich dazu, herauszufinden, dass das Getriebe hinüber ist, wenn du ihn schon bezahlt hast. Stell auch sicher, dass alle Wartungspapiere da sind und dass der Kilometerstand zur Abnutzung passt.