Das ist ein Bereich, wo ich nicht so viel Glaubwürdigkeit habe, da ich Innenarchitektin bin, keine Expertin für Autokäufe. Aber ich hab eine Freundin, die letztes Jahr so etwas Ähnliches gemacht hat und das hat mich echt beeindruckt, welche Probleme sie hatte. Erstens musst du unbedingt überprüfen, dass das Fahrzeug in Belgien legal fahren darf - die Abgasnormen und Sicherheitsausstattungen unterscheiden sich je nach Land. Lass die Unterlagen des Fahrzeugs kontrollieren (deutschen Fahrzeugsbrief), stell sicher, dass der Eigentumsnachweis klar ist und keine Belastungen oder Hypotheken darauf lasten. Du musst auch die Unfallhistorie über deutsche Datenbanken überprüfen, weil du nicht zu spät rausfinden willst, dass der Golf ein reparierter Totalschaden ist. Wo meine Freundin reingelegt wurde, ist dass sie nicht an die Versicherung vor Lieferung gedacht hat - du brauchst Deckung, bevor du fährst, auch um die Grenze zu überqueren.
Das andere Wichtige sind potenzielle Steuern und Zollgebühren. Technisch gesehen, wenn es ein Gebrauchtwagen ist, der von Deutschland nach Belgien importiert wird, musst du ihn anmelden und MwSt. nach belgischen Regeln zahlen. Du musst auch überprüfen, dass die deutsche Hauptuntersuchung (TÜV) aktuell ist, aber wisse, dass Belgien von dir eine neue Hauptuntersuchung bei euch verlangt. Ehrlich gesagt, den Kaufvertrag über Grenzen hinweg abzuwickeln ist kompliziert - ich rate dir wirklich, nichts zu unterschreiben, bevor du einen Notar konsultiert hast oder zumindest die belgischen Rechtsbedingungen für den Import gelesen hast. Pass auch auf vor klassischen Kleinanzeigen-Betrügereien auf: schreib nie Geld, bevor du das Auto persönlich siehst, fordere eine unabhängige Kontrolle an, wenn du nicht hinfahren kannst. Das ist schließlich eine Investition, da ist es besser, vorsichtig zu sein.