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Besser schweigen und das Gehalt in den Verhandlungen besprechen, wenn der Arbeitgeber bereits interessiert ist. Wenn du eine Summe im Lebenslauf angibst, setzt du sie entweder zu hoch an und schreckst ab, oder zu niedrig und verlierst Geld. Außerdem hängt das Gehalt oft von konkreten Bedingungen, deiner Erfahrung, dem Gespräch selbst und davon ab, wie sehr sie dich brauchen - das lässt sich in einem Dokument nicht berücksichtigen.

Das hängt ganz davon ab, auf wen du abzielst. Wenn es ein kleines Unternehmen oder ein Startup ist, wo der HR-Manager oft gleichzeitig für die Einstellung zuständig ist, können sie dein Angebot durchaus nach deinen Gehaltserwartungen aussortieren - einfach um keine Zeit für Verhandlungen zu verschwenden, wenn das Budget nicht passt. Große Konzerne ignorieren dieses Feld normalerweise und machen dir ohnehin ein Angebot nach ihrer eigenen Gehaltstabelle. Deshalb ist Schweigen nur dann sicherer, wenn du genug Zeit und Geduld für lange Verhandlungen hast.

Das Hauptproblem liegt darin, dass Recruiter in deinem Schweigen oft den Wunsch sehen, bei allem „verhandeln" zu wollen. Manchmal ermutigt das sie, weniger anzubieten, als sie könnten - einfach nur, weil du keine Grenzen gesetzt hast. Wenn der Arbeitgeber dich im Interview direkt fragt und du unsicher eine Zahl nennst, ist das schlimmer, als wenn du das vorher durchdacht hättest. Besser ist es, eine fertige Antwort zu haben: „Ich orientiere mich am Marktstandard in diesem Bereich - für meine Erfahrung und die Aufgaben liegt das ungefähr bei [Spanne] Tausend" - das klingt professionell und lässt die Tür für Verhandlungen offen.

Falls du dich doch dazu entscheidest, es anzugeben - schreib keine genaue Summe, sondern eine Spanne mit einem Puffer nach oben. So gibst du eine Orientierung und verlierst bei Verhandlungen nicht an Boden.

Ich würde einen Bereich angeben statt einer genauen Summe - so versteht das Unternehmen sofort, ob dein erwartetes Gehalt in ihr Budget passt, und verschwendet keine Zeit mit Verhandlungen, wenn es unvereinbar ist.

In der Praxis hängt vieles von der Phase des Auswahlverfahrens ab: Wenn das Unternehmen eine Stellenanzeige mit angegeben Gehaltsspanne veröffentlicht, wird die Angabe deiner eigenen Spanne im Lebenslauf oft ignoriert, aber wenn die Anzeige ohne Gehalt ist, macht es Sinn, deine Erwartungen zu äußern. Versuche, nicht eine abstrakte Summe anzugeben, sondern eine Formel: zum Beispiel „Gehalt + Boni für erreichte Ziele" oder „Basis + Prozentsatz von Projekten" - so vermeidest du finanzielle Diskussionen und zeigst sofort, wie du über Vergütung denkst, anstatt einfach um Geld zu bitten.

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