Bin da mehr als einmal drauf gestoßen - die Kameras erwischen einen ständig, und ja, selbst 10 km/h über dem Limit gelten als Verstoß, da gibt's keine Kulanz. Die genaue Bußgeldsumme kann ich dir nicht nennen, weil die Zahlen sich ändern und vom Region abhängen, aber es sind keine riesigen Summen - definitiv billiger als ein Unfall. Das Wichtigste: Ein Schreiben von der Verkehrspolizei ist noch kein Urteil. Darin müssen deine Rechte und Möglichkeiten zur Beschwerde aufgeführt sein.
Zur Einspruchsmöglichkeit: Kameras können tatsächlich einen Fehler machen, aber man muss das konkret nachweisen. Wenn du Einspruch erheben möchtest, fordere die Unterlagen an - Fotos von der Kamera in hoher Qualität, Angaben zur Wartung dieses Radargeräts, das Messkprotokoll. Viele Bußgelder werden gerade deshalb aufgehoben, weil die Kamera die Überprüfung nicht bestanden hat oder der Abstand zwischen den Fahrbahnmarkierungen nicht ausreichend war. Ohne diese Unterlagen hat ein Einspruch keinen Sinn, aber damit besteht eine Chance.
In der Praxis zahlen die Leute oft einfach - ist einfacher und schneller. Aber wenn du dir sicher bist, dass die Kamera einen Fehler haben könnte, lohnt sich der Versuch. Wende dich schriftlich an die Verkehrspolizei mit der Bitte, dir alle Unterlagen zu deinem Fall zur Verfügung zu stellen - das ist dein Recht.