Das Ding ist, es hängt wirklich vom Kontext ab. Erstmal: Wie bist du auf die Stelle gestoßen - über Linkedins offizielles Bewerbungssystem oder hast du sie auf dem Profil eines Recruiters entdeckt? Denn wenn es ein echtes Job Posting mit dem Button „Bewerben" ist, würde ich sagen, nutze dieses System in erster Linie. Es ist nachverfolgbar, es ist dokumentiert, und der LinkedIn-Algorithmus schickt deine Bewerbung direkt in die richtige Pipeline. Dem Recruiter gleichzeitig eine Nachricht zu schreiben, warum nicht - aber so ein paar Tage, nachdem du appliziert hast, nicht davor. Sonst wirkst du wie jemand, der das normale Verfahren umgehen will, und das kann komisch rüberkommen.
Bei dem Anschreiben ist es ehrlich gesagt so: Viele Recruiter bei großen Unternehmen scrollen erst schnell über den CV, dann über das Cover Letter. Aber - und das ist wichtig - wenn du es sendest, dann muss es kurz und prägnant sein, nicht 500 Wörter generische Einleitung. Ein oder zwei Sätze, die zeigen, dass du das Unternehmen wirklich kennst und warum die Stelle zu dir passt, das macht den Unterschied. Wenn du Linkedins Bewerbungssystem nutzt, gibt es oft ein Feld „Begleitschreiben" - mach das gut, das ist deine Chance, dich von den anderen Bewerbern abzuheben, die es einfach leer lassen.
Hast du den Recruiter oder deinen zukünftigen Manager auf LinkedIn identifiziert, um zu sehen, ob es Gemeinsamkeiten gibt, die man nutzen könnte?