Für einen feuchten Keller ist es besser, Dämmung mit Abdichtung zu kombinieren - allein hilft beides nichts. Fang mit der Abdichtung an: Wenn der Keller nass wird, kümmere dich zuerst um die Feuchtigkeit - fülle Risse in Boden und Wänden aus und behandle sie mit einer Durchdringungsdichtung wie Wasserglas oder Bitumenkitt. Dann kommt eine Abdichtungsschicht (Dachpappe, Kunststofffolie - irgendetwas, das Wasser nicht durchlässt). Erst danach kannst du dämmen.
Bei den Materialien: Mineralwolle in einem feuchten Keller würde ich dir nicht empfehlen, sie nimmt Feuchtigkeit auf und verliert ihre Eigenschaften. Polystyrol oder extrudiertes Polystyrol - das ist gut! Extrudiertes ist sogar wasserdicht, verrottet nicht und hält die Wärmeisolation jahrelang. Befestige es direkt auf der Abdichtungsschicht mit Kleber oder Dübeln, dann decke es mit einer Dampfbremsenfolie ab, damit Feuchtigkeit von der Raumseite nicht in die Dämmung gelangt.
Die Dämmstoffdicke hängt davon ab, wie kalt es bei euch im Winter wird, aber im Durchschnitt reichen 50 - 100 mm für ein Gemüselager aus. Wichtig ist, die Schicht nicht zu unterbrechen - fülle alle Fugen mit Schaum aus. Und vergiss nicht die Belüftung im Keller, sonst fängt Kondenswasser an sich zu sammeln, und deine ganze Arbeit war umsonst! Ein paar kleine Lüftungsöffnungen oder ein Zu- und Abluftanlage - und das Gemüse lagert sich herrlich.