Du kannst eine fallen gelassene Masche absolut beheben, ohne den ganzen Pullover aufzureißen, und bei Zopfmustern geht das sogar besonders gut, weil die Zöpfe dir Struktur geben, mit der du arbeiten kannst. Schnapp dir eine Häkelnadel (auch eine Nummer kleiner als deine Stricknadeln funktioniert) und geh vertikal nach unten von deiner aktuellen Position zu der fallen gelassenen Masche, dann arbeite dich wieder nach oben, indem du die lockeren waagerechten Fäden nacheinander durch die Schlinge ziehst. Es dauert ein Moment, aber ehrlich gesagt ist das viel schneller, als 5 Reihen wieder aufzureißen 🧶
Das Knifflige bei Zopfmustern ist einfach, den Überblick zu behalten, in welche Richtung deine Maschen verdreht sein sollten, wenn du sie wieder aufnimmst - du willst, dass sie genauso liegen wie vorher, bevor sie fallen gelassen wurden. Nimm dir Zeit und schau dir die umgebenden Maschen an, um das Muster zu sehen, und wenn du die Ausrichtung bei einer oder zwei Maschen vermasselst, zerstört das nicht alles, du siehst dann einfach einen leichten Texturunterschied. Wenn du dich wieder bis zu deiner aktuellen Reihe hochgearbeitet hast, schieb die Masche zurück auf deine Nadel und mach weiter.
Ehrlich gesagt ist mein bester Tipp, die Stelle mit einer Maschenmarke oder auch einer Sicherheitsnadel zu markieren, sobald du sie repariert hast, und später beim Blocken oder Nähen kannst du nochmal checken, dass es aussieht wie es soll. Manchmal verschwinden kleine Mängel viel besser, als du erwartest, sobald der Pullover fertig ist und man ihn ein bisschen trägt. Viel Erfolg mit deinem Zopfmuster - die sehen umwerfend aus, wenn sie richtig werden 💚