Wie macht man eigentlich eine gute Tomatensuppe selber?

Ich hab neulich eine Dose Suppe gekauft und die war einfach zu süß und irgendwie mehlig. Jetzt versuch ich's mal selbst mit frischen Tomaten vom Markt, aber ich weiß nicht genau, wie lange ich die kochen soll und ob ich die Schale vorher abziehen muss?

8 Antworten

★ Beste Antwort

Welche Sorte Tomaten hast du denn gefunden - eher die fleischigen Sorten oder normale Rispentomaten?

Bei frischen Tomaten brauchst du die Schale nicht vorher abziehen, das erledigt sich von selbst. Ich würde so vorgehen: Tomaten klein schneiden, in einen Topf mit etwas Olivenöl und gehackter Zwiebel geben, kurz anbraten. Dann Brühe dazugießen (nicht zu viel, sonst wird's dünn) und etwa 20-30 Minuten köcheln lassen. Das reicht völlig aus, damit die Tomaten zerfallen und weich werden. Die Schale löst sich dann beim Pürieren quasi von selbst.

Nach dem Kochen mit dem Stabmixer fein pürieren und durch ein feines Sieb streichen - da bleiben die Schalenstücke hängen. Das Wichtigste gegen zu süß: nicht zu viel Zucker reinmachen (manche Rezepte suggerieren das, würde ich ignorieren) und dafür lieber am Ende mit Salz, Pfeffer und notfalls ein Schuss Essig oder Zitronensaft abschmecken. Das gleicht die Süße aus und macht die ganze Sache lebendiger. Und wenn du Crème fraîche oder Sahne reingeben magst, dann erst ganz zum Schluss, sonst wird's schnell mehlig wie deine Dosenvariante.

markus.hoffmann asker Ich hab hauptsächlich Rispentomaten vom Markt gefunden, aber nächstes Mal probiere ich auch fleischigere Sorten aus.

Kochst du die Tomaten mindestens 20-30 Minuten, zerfallen sie von allein und die Schale löst sich auf - danach einfach durch ein Sieb drücken oder pürieren, dann brauchst du dich um Schalen nicht kümmern. Das Wichtigste ist aber, dass du am Ende nicht zu viel Zucker reintust, auch wenn die Suppe anfangs sauer schmeckt - viele machen da den Fehler und übertreiben es, dann landest du wieder bei diesem künstlich süßen Geschmack wie aus der Dose. Besser: mit guter Butter, frischen Kräutern wie Basilikum und einem Schuss Creme am Schluss arbeiten, das macht die Suppe cremig, ohne dass du merklich Mehl oder Sahne brauchst.

Die Süße kommt oft daher, dass man zu wenig Säure hat - ich mach das immer mit nem Schuss Weißwein oder Essig rein, das balanciert das aus und schmeckt viel natürlicher als die Dosenvarianten. Tomaten selbst brauchst du nicht zu schälen, wie schon gesagt wurde - aber der Trick ist, dass du wirklich gute, reife Tomaten vom Markt nimmst und die mindestens 30-40 Minuten köcheln lässt, bis sie richtig auseinanderfallen. Dann durch ein feines Sieb drücken, und schon hast du ne cremige Suppe ohne die mehlige Textur - das Problem bei Dosensuppn ist meistens, dass da Stärke drin ist, die das verursacht.

Das Wichtigste ist, dass du gute reife Tomaten nimmst - wenn sie noch hart sind, wird die Suppe einfach dünn und geschmacklos. Ich kaufe die immer, wenn sie richtig rot sind und ein bisschen nachgeben, wenn man reindrückt. Die Schale ist echt kein Problem, wie die anderen schon gesagt haben - nach 20-30 Minuten kochen löst sie sich auf und du kannst alles einfach durch ein Sieb drücken. Das ist viel weniger Arbeit als vorher blanchieren.

Der Trick, den ich dir ans Herz legen würde: gib eine gute Prise Zucker direkt am Anfang rein, aber nicht viel - nur so eine kleine Messerspitze. Das klingt paradox bei deinem Problem, aber es hat nichts mit Süße zu tun, sondern hilft den natürlichen Tomatensäuren, besser zur Geltung zu kommen. Dann balanciert sich der Geschmack viel besser aus. Und ja, ein Schuss Weißwein oder Balsamico hilft auch, aber erst zum Schluss probieren, bevor du dich festlegst.

Noch was: Zwiebeln und Knoblauch anbraten, bevor die Tomaten rein, macht den Unterschied. Kurz in Butter oder Öl, bis es duftet - dann erst die Tomaten drauf. Salz lieber sparsam am Anfang, weil beim Köcheln alles konzentriert sich. Am Ende kannst du noch frische Basilika reinmachen oder Sahne nach Geschmack, aber das brauchts eigentlich nicht.

bei mir funktioniert es am besten, wenn ich die tomaten kurz blanchiere - einfach ne minute ins kochende wasser und dann gleich raus - dann geht die schale danach wie von selbst ab und ich muss nicht rumfummeln. das spart zeit und die tomaten verlieren nicht zu viel geschmack durchs lange kochen. danach püriere ich alles durch und lasse es dann nochmal ne gute halbe stunde köcheln, damit sich die aromen richtig entwickeln. gegen die übertriebene süße hilft mir immer ein schuss zitronensaft oder balsamico-essig - deutlich besser als dieses künstliche zeug aus der dose.

Frische Tomaten geben dir automatisch weniger von diesem mehligen Gefühl, weil die Ballaststoffe einfach anders sind als in verarbeiteten Dosen. Noch ein Tipp: wenn du die fertige Suppe durch ein feines Sieb passierst, wird sie cremiger und glatter, ohne dass du extra Sahne oder sowas brauchst.

Der größte Fehler ist, die Tomaten zu früh zu pürieren. Lass sie richtig lange köcheln - so 45 Minuten mindestens - dann entwickelt sich erst der volle Geschmack. Die meisten machen das viel zu kurz und wundern sich, warum's dünn schmeckt.

Zur Schale: stimmt, die brauchst du nicht vorher abziehen. Aber die anderen Antworten haben recht, dass sie sich auflöst - allerdings eben nur, wenn du wirklich lange kochst. Bei mir ist es so, dass ich nach einer knappen Stunde durchs feine Sieb drücke. Das gibt dir die glatte Konsistenz ohne diese mehlige Textur, die du von der Dose kennst. Und wichtig: nimm wirklich reife, rote Tomaten, nicht die harten. Wenn sie noch grün sind oder hart, wird's nix.

Zur Süße würde ich nicht gleich zu Essig greifen - das kann schnell zu sauer werden. Versuch's erst mit etwas Salz und Pfeffer, das hebt den natürlichen Geschmack. Wenn's dann immer noch zu süß ist, ein kleiner Spritzer Balsamico oder Zitronensaft, aber sparsam. Und gib Tomatenmark rein, eine oder zwei Esslöffel, die intensiviert den Geschmack und macht es weniger dünn.

Was oft unterschätzt wird: Tomaten vorher kurz blanchieren, dann geht die Schale wirklich butterweich ab und du sparst dir das lange Kochen. Einfach ne Minute in kochendes Wasser, raus in Eiswasser, und die Schale lässt sich mit nem Messer abziehen. Danach kannst du die geschälten Tomaten dann nur noch 10-15 Minuten kochen - das reicht völlig aus, um den Geschmack rauszuholen, ohne dass es mehlig wird. Mit dieser Methode kriegst du auch ne deutlich klarere, weniger pappige Konsistenz als wenn du alles zusammen zerkochst.

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