Hier ein Disclaimer: Sich nur auf spanische Plattformen zu beschränken, wird dir wahrscheinlich Türen zuschließen, denn der Großteil des Freelance-Markts für Übersetzungen ist auf internationalen Seiten wie Upwork, Fiverr oder Proz angesiedelt. Das gesagt, verstehe ich, dass du entspannter und näher dran anfangen willst. In Spanien gibt es Freelancer.es, das für lokale Projekte ordentlich funktioniert, wobei der Wettbewerb brutal ist und die Preise meist ziemlich niedrig ausfallen. Es gibt auch Todocolección, wenn du Produktbeschreibungen übersetzen möchtest, oder du kontaktierst direkt spanische Übersetzungsagenturen, die oft Arbeit an freiberufliche Übersetzer weitergeben. Dieser letzte Weg ist meist weniger chaotisch als offene Plattformen.
Was ich dir wirklich empfehlen würde, ist, Upwork oder Fiverr nicht abzuschreiben, besonders weil dort Kunden mit besseren Budgets zusammenkommen. Ja, sie sind auf Englisch, aber ein Profil einzurichten dauert nicht lange und die Einnahmen gleichen das aus. Probiere zwischendurch spanische Seiten aus, um Erfahrung und erste Referenzen zu sammeln. Erstelle ein kleines Portfolio mit echten Übersetzungen (auch wenn die ersten unbezahlt sind, um Muster zu haben), sei konkret, welche Übersetzungsarten du gut kannst (technisch, literarisch, juristisch, Marketing), und frag nach Empfehlungen. Praktisch gesehen, nutze Tools wie Mémrise oder kostenlose CAT-Tools, wenn das Volumen wächst. Der wichtigste Rat ist, dass du nicht deine Zeit damit verschwendest, auf die idealen Kunden zu warten: Investiere ein paar Monate in die Plattform deiner Wahl, schau, was funktioniert, und bau dann aus. Der Online-Markt für Übersetzungen ist so, man muss dort sein, wo die Leute bereit sind zu zahlen.