1 Antworten
Stellen Sie sich zunächst eine einfache Frage: Was gefällt Ihnen besser - klare Linien oder weiche, verschwommene Übergänge? Wenn Sie Gesichtszüge detaillieren und kleine Elemente schraffieren möchten, ist Bleistift Ihre Wahl: Er gibt Kontrolle, lässt sich leicht korrigieren und haftet gut auf dem Papier. Wenn Sie hingegen reiche Töne und Luftigkeit reizt, wenn Ihnen gefällt, wie das Material sanft aufgetragen wird und leicht vermischt werden kann, schafft Pastell einen ganz anderen Effekt - Porträts wirken lebendig und weich. Kohle nimmt eine Mittelposition ein: Sie liefert schnell tiefe schwarze Töne und ist gut für ausdrucksstarke, kontrastreiche Arbeiten, erfordert aber Übung und Fixativ, sonst verschmiert sie.
Probieren Sie verschiedene Materialien an Skizzen desselben Gesichts. Beachten Sie, wie bequem Sie das Material halten, wie schnell Sie ein Ergebnis spüren, ob Ihnen der Prozess gefällt. Bleistift ist gut, wenn Sie langsam und durchdacht arbeiten mögen, Pastell - wenn Sie bereit für Experimente sind und keine Angst haben zu „kleckern", Kohle - wenn Sie Dramatik suchen und nicht lange an Details arbeiten möchten.
Noch ein Tipp: Wenn Sie sich nicht entscheiden können, beginnen Sie mit Bleistift. Das ist das vielseitigste Material für Porträts, damit lernt man am leichtesten, und fast alle Meister sind damit angefangen. Später, wenn Sie Ihren Stil verstanden haben, können Sie Materialien kombinieren oder zu etwas anderem wechseln.
Deine Antwort
Anmeldenzum Beantworten.