Die Pensionskasse hat da leider wahrscheinlich recht. Bei den meisten Pensionsplänen sind sie gesetzlich verpflichtet, das Geld an denjenigen auszuzahlen, der als Begünstigter in den Unterlagen eingetragen ist - egal, was im Testament steht oder wie sich die Lebensumstände geändert haben. Das ist eine dieser Sachen, die viele Leute übersehen: Das Testament regelt dein Haus, dein Auto, deine Bankkonten, aber Begünstigtenangaben bei Pensionen und Lebensversicherungen gehen an diesen Regelungen vorbei und gehen direkt an die benannte Person.
Allerdings hast du ein paar Optionen, die es wert sind, zu erkunden. Erstens schau mal, ob der Pensionsplan deines Vaters ein Beschwerde- oder Einspruchsverfahren vorsieht - manche Arbeitgeber prüfen Fälle erneut, wenn es Hinweise auf Betrug, Zwang oder wirklich zwingende Umstände gibt, aber solche Siege sind selten. Noch wichtiger ist, dass du einen Erbrechtsanwalt in deinem Bundesland konsultierst, denn die Gesetze unterscheiden sich da stark. Einige Bundesländer haben Verfahren, um veraltete Begünstigtenangaben anzufechten, besonders wenn es Belege dafür gibt, dass dein Vater die Änderung beabsichtigt hat, aber starb, bevor er sie durchführen konnte (wie Entwürfe oder E-Mails). Ein Anwalt kann dir auch sagen, ob es bei deines Vaters Pensionsplan oder nach Landesrecht noch andere Ansatzpunkte gibt, die dir helfen könnten.
Du könntest auch direkt den Arbeitgeber deines Vaters kontaktieren, nicht nur die Pensionsverwaltung. Manchmal kann die Personalabteilung mehr Kontext bieten oder die Sache anders eskalieren als das normale Pensionsbüro. Das Gespräch lohnt sich, auch wenn es wie ein langer Schuss aussieht.