akzeptier das nicht einfach als normal und brenn dich nicht auf in der hoffnung, dass sich noch was ändert - so werden leute unglücklich und verbittert. und versuch auch nicht, erst mal mit kollegen drüber zu lästern oder eine große emotionale szene zu machen; du brauchst einen strategischen zugang.
die rechtliche antwort hängt wirklich davon ab, wo du lebst, aber hier ist das praktische, das die meisten leute übersehen: dokumentier alles. fang an, einfach ein log zu führen, wann du spät bleibst, wie lange, und woran du tatsächlich arbeitest. nicht obsessiv, nur ein paar kurze notizen jedes mal. das ist wichtig, weil es auch in ländern, wo angestellte in einer freigestellten kategorie keine überstundenvergütung garantiert bekommen, grenzen gibt. manche rechtsbereiche haben mindesteinkommen-schwellwerte, die dich überhaupt erst aus der "freigestellten" kategorie rausnehmen - was bedeutet, dein arbeitgeber bricht das gesetz. und ehrlich, selbst wenn du rechtlich freigestellt bist, haben die meisten unternehmen interne richtlinien zu vernünftigen arbeitszeiten, die dein manager wahrscheinlich verletzt. wenn du daten und uhrzeiten hast, wird es für niemanden einfach, dich später einfach abzuservieren.
bevor du zu HR oder rechtlichen schritten eskalierst, führe ein direktes gespräch mit deinem manager über erwartungen und arbeitsvolumen. nicht vorwurfsvoll, nur sachlich: "ich bleibe schon seit monaten regelmäßig spät, und ich brauche klarheit, ob das temporär oder dauerhaft ist, und wie das in meine rolle passt." manchmal merken manager gar nicht, dass sie eine nicht zu bewältigende situation schaffen. wenn sich danach nichts ändert, dann schau die arbeitnehmerschutzgesetze in deinem land/bundesland nach und überprüf, ob du wirklich richtig klassifiziert bist. ruf die hotline deiner arbeitsbehörde an, wenn du in den USA bist - die beantworten diese fragen kostenlos. wenn gegen gesetze verstoßen wird, hast du dokumentation und weißt, welche optionen du hast.