Remote Work: Wie viele Tage vor Ort sind realistisch?

Ich bin gerade dabei, mich bei mehreren Unternehmen zu bewerben und fast alle schreiben von einem hybriden Modell. Bei manchen sollen es 2 Tage die Woche sein, bei anderen 3-4. Wie ist das eurer Erfahrung nach wirklich in der Praxis? Wird das dann später doch wieder mehr, wenn man anfängt?

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Ich hab da rausgefunden, dass man unterscheiden muss zwischen dem, was im Vertrag steht, und dem, was dann real passiert. Bei mir war's so: Vertraglich waren 2 Tage vor Ort vereinbart, aber in den ersten Monaten bin ich automatisch öfter hin, weil man die Leute einfach kennenlernen will und die Onboarding-Meetings alle vor Ort stattgefunden haben. Nach einem halben Jahr hat sich das wieder normalisiert.

Das Problem ist eher, dass manche Chefs oder Teams die Zeiten dann doch wieder ausweiten, wenn aktuell viel los ist oder wenn neue Projekte starten. Da wird dann schnell von "wir müssen zusammen an dem Feature arbeiten" geredet und plötzlich sind's wieder 3 - 4 Tage. Manche Unternehmen sind da ehrlich und sagen von vorne rein, dass es eher 3 als 2 sein werden - bei anderen wird es im Laufe der Zeit einfach mehr.

Was du machen kannst: Frag in den Gesprächen konkret nach, wie flexibel das wirklich ist. Also nicht nur "2 Tage die Woche", sondern ob die auch mal sagen, wenn's eng wird, oder ob die Tage wirklich in Stein gemeißelt sind. Und probier herauszufinden, ob Leute da schon länger arbeiten - die können dir direkt sagen, wie das Unternehmen damit umgeht. Manche Teams halten sich strikt dran, andere nicht.

Das hängt stark vom Unternehmen und der Branche ab - manche halten sich tatsächlich dran, andere schleichen die Tage dann doch nach oben, wenn's gerade stressig wird oder neue Leute anfangen. Bei vielen Firmen ist das Hybrid-Modell auch eher eine Richtlinie als ein striktes Gesetz, und wie flexibel es am Ende wirklich ist, merkst du oft erst, wenn du da arbeitest. Mein Tipp: Frag bei den Bewerbungsgesprächen konkret nach, wie das in der Praxis läuft und ob die Tage fest sind oder ob Ausnahmen normal sind - dann weißt du vorher schon, worauf du dich einlässt 😊

Meine Beobachtung ist, dass die Firmen sich selbst oft nicht einig sind, was sie wollen. Was im Vertrag steht, ist eine Sache - aber dann kommen Projektphasen, neue Chefs oder "wir brauchen mehr Zusammenarbeit" und plötzlich sollen es doch drei oder vier Tage sein. Besonders am Anfang wird's gerne mehr, weil man ja "noch einarbeiten muss" und präsent sein sollte.

Das Problem: Du merkst das oft erst, wenn du schon dort bist. Manche Unternehmen sind da ehrlich und sagen dir früh, wenn's flexibler wird, andere mogelns einem einfach rein. Wenn die Stelle für dich kritisch ist, würde ich konkret nachfragen, wie es bei ihnen in den letzten zwei Jahren real aussah - nicht was der HR-Mensch im Interview sagt, sondern wie's tatsächlich gelaufen ist. Bei wen du kennst, der dort arbeitet, frag den.

Realistische Faustregel: Rechne mit mindestens einem Tag mehr als vereinbart. Wenn 2 Tage vertraglich sind, plane für dich selbst mit 3 ein. So wirst du nicht überrascht und kannst beruhigt unterschreiben.

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