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Bei mir zu Hause nutze ich beides, je nach dem was reinkommt - Marmeladen und Saucen gehen ins klassische Einkochen, weil ich die eh regelmäßig mache und das Ergebnis einfach bombenfest hält. Für Fleisch, Fisch oder gekochte Mahlzeiten greife ich zum Vakuumierer, weil das deutlich weniger Platz braucht im Gefrierfach und schneller geht. Ehrlich gesagt: Für Langzeitlagerung bei Raumtemperatur (Marmelade, eingelegtes Gemüse) ist Einkochen unerreicht, für die Tiefkühltruhe ist Vakuumieren praktischer. Botulismus ist beim Einkochen eh nur ein Thema, wenn man unsauber arbeitet - mit sauberen Gläsern und korrekten Temperaturen passiert da nix.
Vakuumieren ist praktischer und schneller, aber klassisches Einkochen hält länger und ist sicherer gegen Botulismus, wenn du es richtig machst. Kommt drauf an, ob dir Komfort oder maximale Haltbarkeit wichtiger ist.
Was willst du denn konkret haltbar machen - eher Fleisch, Gemüse oder Süßes?
Ich würde das nicht so schwarz-weiß sehen wie die bisherigen Antworten. Klassisches Einkochen ist nicht automatisch sicherer gegen Botulismus - das kommt ganz darauf an, ob du bei ausreichend hohen Temperaturen arbeitest und die Zeiten einhältst. Vakuumieren mit anschließendem Erhitzen (sous-vide) ist da genauso sicher, wenn du es richtig machst. Der Punkt mit dem Botulismus ist eher relevant, wenn du vakuumiertes Fleisch dann einfach kalt lagern willst ohne weitere Behandlung - das ist natürlich kritisch.
In der Praxis: Vakuumieren braucht weniger Platz, geht schneller und ist weniger Stress im Alltag. Dafür brauchst du eine gute Maschine, die kostet was. Klassisches Einkochen ist billiger, du kannst es überall machen und hast diese psychologische Sicherheit, weil es traditionell ist und jeder es kennt. Für Marmeladen und Chutneys würde ich zum klassischen Kochen greifen, weil der hohe Zuckergehalt eh konserviert und das Einkochen da überflüssig ist. Bei Fleisch, Fisch oder lowcarb-Gemüse ist Vakuumieren mit anschließendem Erhitzen praktischer und das Ergebnis ist auch nicht schlechter - nur eben anders, weniger dunkel, mehr Vitamin-erhalt.
Hast du schon mal mit beiden Methoden experimentiert, oder fängst du ganz neu an?
Ich sehe das Problem anders als die bisherigen Antworten: Es geht nicht nur um sicher oder unsicher, sondern um die Haltbarkeitsdauer und was du konkret einlagern willst. Klassisches Einkochen funktioniert durch Hitze und luftdichte Versiegelung, hält aber nicht ewig - nach ein bis zwei Jahren fangen auch ordnungsgemäß eingekochte Sachen an, an Qualität zu verlieren. Vakuumieren ohne zusätzliche Konservierungsmittel ist für viele Sachen gar nicht sicher genug, besonders bei feuchtem Gemüse oder Fleisch ohne weitere Behandlung. Die Leute vergessen da oft, dass Vakuumieren allein keine Keime abtötet - es verhindert nur neue Besiedlung.
Was wirklich gut funktioniert: Klassisches Einkochen für Marmeladen, Chutneys und alles Saure (Obst, eingelegte Sachen) - da brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Für Fleisch oder neutrale Gemüse würde ich eher zu Vakuumieren plus Tiefkühlen greifen, oder eben klassisch einkochen, aber dann wirklich mit ausreichend Temperatur und Zeit. Das ist der Knackpunkt, den die anderen übersehen: Viele Haltbarkeitsprobleme entstehen nicht, weil die Methode schlecht ist, sondern weil Leute zu ungeduldig beim Einkochen sind oder nicht heiß genug gehen. Lieber zehn Minuten länger als zu kurz - das ist die wichtigere Regel als die Wahl zwischen beiden Verfahren.
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