Deine Lehrer hatten nicht unrecht, aber das ist ein Fall, wo Regel und Praxis wirklich auseinandergegangen sind. Grammatikalisch sollte sich « c'sont » dem Plural anpassen, Punkt. Aber mündlich macht das niemand, und selbst schriftlich ist es inzwischen so verbreitet, dass es fast überall passt - außer in wirklich formalen Texten.
Das Entscheidende ist der Kontext. Wenn du eine geschäftliche E-Mail schreibst, einen wichtigen Brief, einen Schulaufsatz, dann solltest du « c'sont » besser benutzen, um nicht zu wirken, als würdest du das hinhauen. Aber in einer WhatsApp-Nachricht, einem Forumsbeitrag, einem Kommentar in sozialen Medien? Niemandem wird das nicht passen. Auch in einem CV oder einer Bewerbung würde ich sagen, dass es gut ist, die Regel zu behalten - einfach um keinen schlechten Eindruck zu hinterlassen.
Was das Französische schön macht, ist dass die Sprache sich nicht von heute auf morgen ändert. « C'est » gewinnt seit Jahren an Boden, und in so zehn Jahren werden die Wörterbücher vielleicht anfangen, beide Formen offiziell zu akzeptieren. Im Moment ist das einfach eins dieser Dinge, wo « korrekte » Grammatik und alltägliches Französisch nicht übereinstimmen, und es ist okay, damit umzugehen je nachdem, wer dich liest.