Dein Kumpel liegt da völlig daneben. Die Brühmethode macht wirklich einen großen Unterschied. Bei Cold Brew lässt du das Pulver stundenlang in kaltem Wasser ziehen, das extrahiert einfach andere Stoffe als heißes Wasser. Du bekommst einen glatteren, weniger säurehaltigen Kaffee, weil kaltes Wasser einfach andere Verbindungen herauslöst als die Hitze. Heißes Wasser extrahiert mehr Öle und Säuren, deswegen schmeckt normaler Kaffee eben wie normaler Kaffee - heller, manchmal ein bisschen bitter je nachdem, wie lange man zieht.
Aber gut, wie schaut denn dein konkreter Use-Case aus? Trinkst du ihn pur, oder gibst du normalerweise eh Milch und Eis rein? Weil ehrlich gesagt, wenn du ihn mit Sahne und Zucker vollladest, merkst du den Unterschied vielleicht gar nicht so stark. Aber wenn du den Kaffee selbst schmecken magst, ist Cold Brew definitiv samtiger und weniger hart für deinen Magen für die meisten Leute. Die 12 Stunden klingen nach viel, aber das ist ja meistens nur etwas, das sich selbst macht während du schläfst oder arbeitest, ja? Also du verbringst da nicht wirklich 12 Stunden aktiv dran.
Und Cold Brew hält sich im Kühlschrank viel länger - problemlos zwei Wochen - also wenn du eine Batch machst, hast du immer Kaffee griffbereit. Normalen Eiskaffee würdest du wahrscheinlich am gleichen Tag oder nächsten Tag trinken wollen. Spricht dich das Workflow an, oder bist du eher so ein „jeden Tag frisch machen"-Typ?