Das Problem ist fast immer eine Kombination aus zu feiner Mahlung und zu heißem Wasser. Wenn das Pulver sehr fein ist, läuft das Wasser nur langsam durch und der Kaffee wird überextrahiert, wodurch er bitter wird. Fang mit einer mittleren Mahlung an, gröber als Espressokaffee, aber feiner als Filterkaffee. Füll das Siebchen bündig an, ohne zu pressen: Der Kaffee soll dort einfach natürlich liegen. Beim Wasser füll es bis zur Sicherheitsventil, nicht darüber hinaus.
Die Extraktionszeit zählt bei der Moka wenig, weil fast alles von der Temperatur abhängt. Was du kontrollieren kannst, ist sie auf mittlerer bis niedriger Flamme zu stellen: So steigt das Wasser langsam auf und der Kaffee kocht nicht. Wenn du ein wildes Gluckern aus dem Ausguss hörst, ist die Flamme zu hoch. Wenn die Moka sanft zu "schnurren" anfängt und du den Schaum aufsteigen siehst, perfekt. Nimm sie vom Feuer, wenn der Fluss langsamer wird und zu einem langsamen Tropfen wird.
Noch was: Überprüf die Qualität der Bohnen und wann du sie gemahlen hast. Kaffee, der Wochen alt ist, wird immer schwächer sein, und wenn du eine schlechte Mischung verwendest, verbessert sich auch mit anderer Technik nicht viel. Versuch eine andere Marke, wenn du nicht zufrieden bist, vielleicht eine mittlere Qualität, die aber frisch ist, und halte deine Mühle sauber von alten Rückständen, die den Geschmack verändern.