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Das ist eher gemischt - manche Handwerksbranchen sind am Schrumpfen, weil Leute lieber ins Büro gehen oder die Digitalisierung Fachkräfte verdrängt, aber andererseits fehlen überall Handwerker, weil der Nachwuchs ausbleibt. Gerade im Sanitär- und Elektrobereich ist die Nachfrage hoch, nur die Betriebe kriegen keine Azubis. Insgesamt eher Mangel als Überfluss, würde ich sagen.
Bei mir im Kiez suchen die Handwerksbetriebe wie verrückt nach Leuten - Klempner, Elektriker, Maurer. Meine Oma hat neulich drei Wochen auf einen Termin vom Sanitär gewartet, und der hat mir erzählt, dass er kaum noch Azubis kriegt. Das ist halt das Paradoxe: Es gibt weniger Betriebe in manchen Bereichen, aber gleichzeitig riesigen Fachkräftemangel.
Was schrumpft, sind eher die kleineren, inhabergeführten Läden - viele Betriebe schließen, weil die Chefs altersbedingt aussteigen und keine Nachfolge da ist. Manche Handwerksbranchen kämpfen auch damit, dass ihre Tätigkeit durch andere Technologien weniger nachgefragt wird oder dass Großkonzerne den Markt übernehmen. Auf der anderen Seite gibts überall Baustellen und private Renovierungen, und die Leute finden einfach niemanden, der kommt.
Die jungen Leute wollen halt lieber studieren oder in sichere Angestelltenverhältnisse gehen, anstatt eine lange Ausbildung zu machen wo man körperlich ran muss. Deswegen siehts regional unterschiedlich aus - in größeren Städten vielleicht mehr Betriebe wegen des Angebots, aber überall fehlen die Fachkräfte. Die Zahlen, die man hört, sind eher gemischt, je nachdem welche Branche man sich anschaut.
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