Viele Menschen schaffen das durch eine Kombination von Entscheidungen, die im Grunde darauf hinauslaufen, kleinere Wohnflächen, längere Pendelstrecken oder beides zu akzeptieren. Man sieht genau das Szenario mit Remote Work, das du beschreibst - Leute merken, dass sie einen Job annehmen können, der ordentlich bezahlt, und dann irgendwo wohnen, wo ihr Gehalt auch wirklich reicht. Manche machen wieder das Multigenerationen-Haushalt-Ding, was vor zehn Jahren viel seltener war. Andere geben einfach viel mehr ihres Einkommens für Wohnen aus, als Finanzberater je empfehlen würden, was natürlich alles andere einschränkt.
Die Frage der Nachhaltigkeit ist aber die eigentliche. Man kann keine funktionierende Wirtschaft haben, wenn Menschen so teuer wohnen, dass sie nirgends in der Nähe ihrer Arbeitsplätze leben können, oder wenn sie alle auf Dauer zur Miete wohnen. In einigen Märkten werden sich die Migrationsmuster wahrscheinlich ziemlich dramatisch verschieben, wenn Remote Work für mehr Branchen Standard wird. Aber in Bereichen, wo das keine Option ist - wo man vor Ort sein muss - muss irgendwann einfach was geben. Ob das Lohnwachstum ist, das aufgeholt hat, eine Korrektur am Wohnungsmarkt, politische Maßnahmen, oder einfach Leute, die beschließen, dass ihnen das reicht und die ganz woanders hinziehen - ich hab keine Ahnung. Das aktuelle System geht für eine Menge Menschen einfach nicht auf.