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Nach 15 Jahren in diesem Beruf habe ich verstanden, dass es schwierig ist, eine klare Grenze zu ziehen. Man arbeitet in der Garage, die Hände im Öl, der Kopf voll mit den Problemen der Kunden - und schon ist die Schicht vorbei, aber das Gehirn ist noch bei der Arbeit. Mir hilft ein einfaches Ritual: Ich ziehe mich um, wasche mir ordentlich das Gesicht, mache Musik an auf dem Heimweg oder sitze einfach 15 - 20 Minuten im Auto, bevor ich ins Haus gehe. Man muss nicht stundenlang abschalten - es reicht, bewusst umzuschalten, damit das Gehirn versteht, dass die Schicht vorbei ist. Wenn man eine Familie hat, ist das besonders wichtig, sonst schleppt man die ganze Arbeitsreizbarkeit ins Haus.

Ich habe auch bemerkt, dass es hilft, etwas zu tun, das dir gefällt - Sport, Angeln, ein Hobby. Man sitzt nicht einfach zu Hause und wälzt arbeitsbezogene Momente. Mir zum Beispiel sind Autos reparieren für einen Tag genug, also nehme ich mir etwas ganz anderes vor - auch wenn es nur ein Spaziergang mit dem Hund ist. Der Körper verlangt einfach von sich aus nach Wechsel.

Es gibt keine universelle Zeit - für den einen reichen eine halbe Stunde, der andere braucht eine Stunde. Wichtig ist, dieses Bedürfnis nicht zu ignorieren und sich nicht daran zu gewöhnen, dass das ganze Leben nur Arbeit ist. Ich habe viele Mechaniker gesehen, die bei der Arbeit ausgebrannt sind, weil sie nicht gelernt haben, sie nach der Schicht loszulassen. Kümmere dich um dich selbst, und du wirst viel länger in diesem Beruf bestehen.

Das ist sehr individuell - manche brauchen 30 Minuten, um abzuschalten, anderen brauchen den ganzen Abend, um von der Arbeit abzulenken. Ich rate meinen Freundinnen normalerweise, sich mindestens eine Stunde für sich selbst zu nehmen, um sich umzuziehen, sich zu waschen, Tee zu trinken und nicht die ganze Zeit über die Arbeit nachzudenken.

Das hat eigentlich gar nichts mit einer Datscha zu tun :) aber ehrlich gesagt kommt es auf die Art der Arbeit an. ob körperliche oder geistige Arbeit - man braucht mindestens eine Stunde, um umzuschalten. ich zum Beispiel stürze mich nach der Arbeit im Garten nicht gleich ins Haus, erst räume ich das Werkzeug auf, wasche mich ab. die Hauptsache ist, nicht zu lange auf eine Sache zu sitzen, das ist das ganze Geheimnis.

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