Ich habe mein Gemüse im Sommer schon oft in der Hitze zusammenfallen sehen, und ehrlich gesagt funktioniert die Kombination mehrerer Maßnahmen besser als sich auf eine einzelne zu beschränken. Mulch ist dein bester Freund - eine dicke Schicht aus Holzchips oder Stroh hält die Bodentemperatur deutlich niedriger und die Feuchtigkeit viel länger, plus Schattentuch (30 - 50% Dichte) kann die Blatttemperatur um mehrere Grad senken, ohne die Sonne komplett zu blockieren. Bei richtig schlimmen Hitzewellen ist aber das Wichtigste eigentlich, einfach zu akzeptieren, dass Kühlflanzen wie Salat und Spinat in der Zeit einfach nicht wachsen wollen - ich hatte viel bessere Erfolge, wenn ich in der Hochsommerzeit auf Hitzeliebhaber wie Mangold, Armenische Gurke, Okra oder südliche Bohnen umgestiegen bin und das empfindlichere Zeug dann für den Herbst wieder eingeplant habe. Tägliches Gießen hilft, aber da kämpfst du gegen die Physik an; besser ist es, mit dem zu arbeiten, das in der Hitze tatsächlich gedeiht, statt dagegen anzukämpfen.