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Keine Panik und unterschreib nichts, ohne es vorher gründlich zu lesen, denn das eigentliche Problem ist, wie der Arbeitgeber die Nichtübernahme dokumentiert. Falls du krank wirst, teile das sofort per E-Mail mit (nicht nur mündlich) mit, dass du krank bist, und reiche das ärztliche Attest rechtzeitig ein - das schafft eine Dokumentation, die dich schützt, falls sie später sagen, dass sie dich nicht übernehmen wegen „schlechter Leistung", obwohl es nur mit deiner Abwesenheit zusammenfällt. Während der Probezeit haben sie zwar mehr Freiheit, aber sie können nicht offen sagen, dass der Grund die Krankheit ist: sollte das passieren, wird diese schriftliche Dokumentation im Streitfall zum Gold wert.

Das Wichtigste: Während der Probezeit bist du trotzdem durch die Regelungen zur Krankheit geschützt, auch wenn dein Arbeitgeber mehr Freiheit hat, dich nicht zu übernehmen. Du kannst nicht gekündigt werden, weil du krank wirst, aber die Krankheit kann die Gesamtbewertung deiner Probezeit beeinflussen.

In der Praxis muss der Arbeitgeber die Verfahren trotzdem einhalten: Wenn du krank bist, meldest du die Abwesenheit und legst ein ärztliches Attest vor wie jeder andere auch. Was sich ändert, ist dass er in den ersten Monaten mehr Spielraum hat, deinen Vertrag bei Ablauf nicht zu verlängern, und könnte die Häufigkeit der Abwesenheiten als einen der Faktoren in der endgültigen Entscheidung nutzen. Aber er kann dich nicht an dem Tag kündigen, an dem du deine Krankheit mitteilst und sagen „du bist krank, verschwind": Eine legitime Begründung wäre trotzdem nötig.

Wenn die Krankheit lang andauernd ist und die Produktivität stark belastet, lohnt es sich, alles zu dokumentieren (ärztliche Atteste, Mitteilungen an den Arbeitgeber), und wenn du seltsame Signale siehst - wie Druck zum Kündigen, feindselige Verhaltensweisen nach der Abwesenheit - solltest du vorsichtig sein. Wenn du wirklich das Gefühl hast, dass sie nach einer Ausrede suchen, um dich rauszuwerfen, ist es besser, dir die Situation mit jemandem klarzumachen, der deinen Vertrag gut kennt.

Technisch gesehen hat der Arbeitgeber während der Probezeit mehr Spielraum, aber er kann dich nicht direkt wegen der Krankheit selbst kündigen - das wäre rechtswidrig. Das echte Risiko ist, dass er dich am Ende der Probezeit nicht übernimmt, und da hat er leider freie Hand, ohne spezifische Gründe angeben zu müssen. Die Falle, auf die niemand hinweist, ist diese: Wenn du zu oft oder zu lange fehlst, könnte der Arbeitgeber argumentieren, dass du für die Rolle nicht geeignet bist, und diese Begründung hat formal nichts mit der Krankheit zu tun - benachteiligt dich aber trotzdem.

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