Wie geht man mit Mobbing in der Schule um?

Meine Tochter hat mir berichtet, dass einige Kinder sie in der Klasse hänseln. Sie kommt traurig nach Hause und will nicht mehr zur Schule gehen. Ich weiß nicht, ob ich mit der Lehrerin sprechen soll, mit der Schulleitung oder mit den Eltern der anderen Kinder. Ich mache mir wirklich Sorgen deswegen.

3 Antworten

Fang an, mit ihr zu reden, um gut zu verstehen, was da los ist - welche Art von Mobbing, ob es regelmäßig vorkommt, ob es körperliche Gewalt gibt - damit du klar siehst, worum es geht. Danach bringst du das zur Lehrerin, das ist der erste offizielle Schritt und sie kann besser im Unterricht beobachten; wenn das nicht hilft, dann wendest du dich ans Direktorat. Vermeid es, direkt zu den Eltern der anderen Kinder zu gehen, ohne die Schule vorher zu informieren, weil das Verwirrung stiften kann und die Schule von Anfang an eingebunden sein muss. Das Wichtigste ist, dass deine Tochter weiß, dass du hinter ihr stehst und dass das nicht ihre Schuld ist - bleib dran und beobachte, wie sich die Situation entwickelt, auch nachdem du mit der Schule gesprochen hast.

Die Reihenfolge ist hier ziemlich wichtig - viele fangen direkt bei der Lehrerin an, aber ich denke, die Priorität sollte sein, zu verstehen, was deine Tochter fühlt und ob sie sich sicher fühlt, darüber zu sprechen. Danach hat die Schule eine rechtliche Verantwortung zu handeln, also die Lehrerin informieren (und wenn das nicht hilft, zur Schulleitung gehen) ist der richtige Weg. Ich würde vermeiden, von Anfang an die Eltern der anderen Kinder allein aufzusuchen, weil das mehr Konflikte verursachen oder sogar bedrohlich wirken kann - lass die Schule vermittel. Und konzentriere dich darauf, deine Tochter regelmäßig ohne Druck anzuhören, denn sie muss wissen, dass du auf ihrer Seite stehst, egal wie sich die Situation letztendlich löst.

Wenn das Kind anfängt, die Schule zu meiden, besteht das Risiko, dass es noch isolierter wird - deshalb darf man das nicht einfach ignorieren! Der Schritt, den alle vergessen, ist, alles zu dokumentieren - Daten, was das Kind berichtet, wie es emotional geht - denn wenn du dann mit der Schule sprichst, hast du konkrete Argumente statt nur „es ist traurig". Danach dann ja, ein Gespräch mit der Lehrerin und bei Bedarf mit der Schulleitung, aber mit all diesen Informationen in der Hand ist das Ergebnis normalerweise viel besser!

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