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Das Verfallsdatum beim Mehl ist nicht so kritisch wie bei anderen Lebensmitteln. Solange es trocken und kühl gelagert wurde und nicht muffig riecht, kannst du es noch verwenden - Mehl verdirbt nicht einfach so. Schau dir vor allem die Farbe an (sollte nicht verfärbt sein) und rieche dran; wenn alles normal aussieht und riecht, ist es in Ordnung.
Auf keinen Fall solltest du Mehl verwenden, das Schimmel oder Ungeziefer zeigt - das ist wirklich ein no-go. Aber ansonsten: altes Mehl ist meistens kein Problem, solange die Lagerbedingungen passten. Das Verfallsdatum bei Mehl ist wirksam eher eine Empfehlung als eine harte Grenze. Wenn es trocken und kühl stand, nicht ranzig riecht und keine Verfärbungen hat, kannst du damit backen und kochen wie gewohnt.
Ein Trick, den viele nicht kennen: wenn dein Mehl älter ist und du merkst, dass Gebäck nicht so gut aufgeht wie sonst, erhöh einfach die Menge des Treibmittels (Backpulver, Natron oder Hefe) um etwa 10 - 15 Prozent. Älteres Mehl verliert mit der Zeit etwas an Triebkraft, und das gleicht das aus. Bei Nudeln, Broten oder Kuchen merkst du oft gar keinen Unterschied - problematisch wird's erst, wenn dein Gebäck konsequent nicht aufgeht.
Lagere das Mehl jetzt besser luftdicht (Glas oder verschlossene Boxen) und kühl - dann hält es deutlich länger, ohne zu oxidieren oder Feuchtigkeit zu ziehen.
Ich lagere Mehl immer in luftdichten Behältern und hab damit auch nach nem halben Jahr kein Problem gehabt, solang es wirklich trocken war. Was die anderen nicht erwähnt haben: selbst wenn das Mehl noch ok ist, kann die Backkraft nachlassen - speziell bei Mehlsorten mit Backpulver oder bei Weizenmehl Type 405 merkst du das beim Backen, weil der Teig nicht mehr so schön aufgeht. Also schau dir das Verfallsdatum an, aber noch viel wichtiger ist, wie es gelagert wurde und ob es einfach noch gut riecht.
Mehl mit Schimmel, Ungeziefer oder muffigem Geruch musst du wegschmeißen - da gibts nix zu diskutieren. Ansonsten ist abgelaufenes Mehl eigentlich kein Problem, wenn es kühl und trocken stand. Ein extra Punkt, den man noch erwähnen könnte: selbst wenn das Mehl älter wird, verliert es vor allem an Backkraft, nicht an Sicherheit - deine Brote gehen dann halt nicht so gut auf, aber es macht dich nicht krank.
Was niemand erwähnt hat: Mehl verliert mit der Zeit an Backkraft, besonders das Eiweiß darin baut langsam ab. Das heißt, dein Teig geht vielleicht nicht mehr so schön auf wie mit frischem Mehl. Wenn du also einen Kuchen backen willst, wo's auf luftige Konsistenz ankommt, merkst du den Unterschied eventuell. Bei Brot oder Pfannkuchen ist das weniger tragisch.
Das Verfallsdatum beim Mehl ist aber wirklich eher eine Orientierung als eine harte Grenze - die anderen haben recht, dass Trockenheit und kühle Lagerung das Wichtigste sind. Mein Tipp: Wenn das Mehl älter ist, nimm einfach ein bisschen mehr Backpulver oder Hefe, je nachdem was du machst. Dann compensierst du die verlorene Triebkraft wieder raus. Und natürlich vorher riechen und kontrollieren, ob wirklich alles clean aussieht.
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